Eben jener RUNDSCHAU-Beitrag hat Folgen gehabt.

Die Eltern von zwei der drei beschuldigten Jugendlichen baten Ortsbürgermeister Dirk Laurig um eine Aussprache, berichtet Ralf Tressel. Ihr Ziel: Man wollte von ihm eine Richtigstellung der Ereignisse, wie er sie noch am Dorffestwochenende gegenüber der Tageszeitung dargestellt hatte, denn „beide Jugendlichen haben eindeutig und mehrfach dargestellt, dass sie nicht an der Zerstörung beteiligt waren. Der dritte Jugendliche könne sich an nichts mehr erinnern, obwohl er nicht betrunken war.“

Der Ortsbürgermeister habe diese Information wortlos zur Kenntnis genommen und einige Tage später um eine erneute Aussprache gebeten, an der auch die Eltern des dritten Jugendlichen teilnehmen sollten. „Leider waren zum anberaumten Termin weder der Ortsbürgermeister noch die Eltern des dritten Jugendlichen erschienen“, bedauert Ralf Tressel.

Erledigt ist die Sache deshalb noch nicht: Für ihn und auch einige andere aus dem Dorf ergeben sich aus den Ereignissen während des diesjährigen Festes weitere Fragen, „die den Ausschank von Alkohol an Jugendliche betreffen bzw. wie sich die Verantwortung der Eltern gegenüber ihren minderjährigen Kindern auf dem Dorffest nach 24 Uhr darstellt“, benennt er zwei Beispiele, die sicher nicht nur in diesem Fall auf Osteroda zutreffen, sondern bestimmt auch anderenorts immer wieder einmal relevant sind.

Sein persönliches Fazit aus den Ereignissen: „Dem Ort Osteroda wurde leider durch diese Art der Veröffentlichung in der Elbe-Elster RUNDSCHAU kein Gefallen getan.“ red/sk