Grund dieser freudigen Entwicklungen in Sachen Vorbuchungen ist das Reisebüro Berlin Tourist, das mit den Herbergsbetreibern schon jetzt zahlreiche neue Verträge abgeschlossen und sich mit mehreren Busgesellschaften angekündigt hat. „Unsere Herberge wird sogar bei denen im Katalog mit vorgestellt“ , freut sich Erika Brachmann über diesen ersten größeren Ansatz, im Tourismusgeschäft Fuß zu fassen.
Allein die Berliner Reisegäste werden ihr Team gehörig auf Trab halten. 19 Buchungen sind bisher von ihnen eingegangen. Zwischen 29 und 66 Personen werden dafür jeweils angekündigt. Darüber hinaus wollen wieder Ferienlager im Uebigauer Schloss einziehen: einmal für zwei Wochen mit 30 Personen, das andere Mal für drei Wochen mit 50 Personen.
Sollte das alles so eintreffen, dann werde die Herberge von Mitte April bis Ende September „ziemlich voll“ sein, schätzt die Leiterin ein. Für einzelne freie Kapazitäten hofft sie noch auf Nachfragen.
Doch diese Buchungen gebieten auch zur Eile. Das Gästehaus muss bis dahin fertig umgebaut sein, denn bereits Ende März sind 60 Besucher unterzubringen, im Schloss stehen aber nur 57 Betten zur Verfügung. „Wir sind dann dringend auf das Gästehaus angewiesen, zumal ja auch unsere drei bis vier Dauergäste ein Zimmer benötigen“ , drängt Erika Brachmann mit einem Blick auf den Kalender.
Die Abgeordneten werden den richtig großen Startschuss für die Umbauarbeiten in ihrer Sitzung am Mittwochabend geben. Auftragsvergaben für zahlreiche Gewerke, ob Maler, Fliesenleger oder Heizungsbauer, stehen auf der Tagesordnung. Und dann werden sich die Bauarbeiter in dem Haus die Klinken in die Hand geben und einen Bau-Dauerlauf vollführen.
Nach der Fertigstellung sollen die Gäste dort wesentlich bessere Bedingungen vorfinden. Dann sind die Zeiten vorbei, in denen es auf dem Flur nur eine Toilette für alle Zimmer gab. Unter anderem soll in dem Haus auch ein Appartement entstehen. Familien hatten in der vergangenen Zeit schon mehrmals nach solch einer Unterbringungsmöglichkeit gefragt, aber bisher musste ihnen immer abschlägig geantwortet werden. Das gehört dann der Vergangenheit an.