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| 02:40 Uhr

70 Piloten brachten bunte Vielfalt an den Himmel

Andrang beim Schwarze-Elster-Treffen in Herzberg: Sowohl Hobbypiloten als auch Zuschauer fanden sich reichlich ein.
Andrang beim Schwarze-Elster-Treffen in Herzberg: Sowohl Hobbypiloten als auch Zuschauer fanden sich reichlich ein. FOTO: Verein
Herzberg. Nach einem Jahr Pause fand in diesem Jahr das 37. Schwarze-Elster-Treffen statt. Das Wetter war geradezu ideal, auch wenn der Seitenwind den Piloten mit ihren Modellfliegern manchmal etwas in die Parade fuhr. Dirk Gotthardt und Martin Eichner führten als Kommentatoren durch das Programm. Unterstützt wurden sie dabei von Gastsprechern befreundeter Vereine. red/sk

"Wir hatten im Vorfeld auf verschiedenen Ebenen die Werbetrommel gerührt, und ihrem Ruf folgten zahlreiche Piloten und Zuschauer. Da wir in diesem Jahr keinen Eintritt verlangt haben, ist jedoch die Zuschauerzahl schwer abzuschätzen. Unser Treffen war jedenfalls Samstag und Sonntag stets gut besucht. Die fleißigen Helfer hatten alle Hände voll zu tun", bilanziert Jochen Dittmann, Geschäftsführer des gastgebenden Vereins, zufrieden.

Auffällig sei gewesen, so der Modellflugfreund weiter, dass gegenüber den Vorjahren viele Familien auf die Senderwiesen kamen. Ob's an der Hüpfburg lag?, fragen sich die Veranstalter. "Die Süßigkeiten des Bonbonfliegers reichten fast nicht für alle. Aber für jeden, der Pech beim Suchen hatte, gab es genug Trostpflaster vom Copiloten", berichtet Dittmann.

Aber auch für die Erwachsenen hat das Programm einiges geboten. Auf der Piste war immer etwas los. Ein Höhepunkt folgte auf den anderen. Ob historische Modelle, Jets in verschiedenen Varianten und sogar im Formationsflug, zwischenzeitlichen Auftritten der Schaumwaffeln, die wie ein Bienenschwarm (bis zu 10 Stück gleichzeitig am Himmel) summten, oder die Helikopter — es wurde von den 70 gemeldeten Piloten eine große Vielfalt geboten.

Besondere Vorführungen konnten von der jüngsten Pilotin, Jule Krüger (7 Jahre), bestaunt werden. Sie startet ihr Modell schon allein. Ihr Papa hilft nur in besonderen Flugsituationen und beim Landen. Eine weitere tolle Pilotin war gerade einmal 15 Jahre alt. Sie zeigte nicht nur 3D-Figuren mit ihrem Doppeldecker, sondern steuerte auch gelegentlich Papas Jet. Der Dritte im Bunde der Jugend war ein 12-jähriger Hubschrauberpilot, welcher leider seine Vorführung durch einen Materialfehler nicht zu Ende führen konnte. Moralische Unterstützung kam vom aufmerksamen und treuen Publikum, welches zum Mutschöpfen einen großartigen Applaus spendete.

Es gab außerdem den "schnellsten Papierflieger der Welt" zu sehen, ein Jet aus Papier mit 300 Gramm Abfluggewicht, der rasant über die Piste fegte. Es gab aus Bad Kissingen das massive Modell (24,8 Kilogramm) eines Passagierflugzeuges zu bewundern. Gebaut war das Flugzeug als Segler und wurde mit der stärksten Schleppmaschine am Platz langsam aber sicher auf Höhe gebracht. Das Flugbild war nicht von einem Original zu unterscheiden. Es fehlten nur noch die Kondensstreifen.

"Zwei weltweit auftretende Piloten der Jet-Szene, Ralf Losemann vom RC-Modellflugclub Riesa und Enrico Thäter vom Modell-Flug-Club Herzberg, waren wohl der Grund, weshalb am Sonntag das russische Staatsfernsehen anwesend war und einen Kurzfilm über die neuesten Modelle der beiden, das russische Kampfflugzeug SU 30, drehte. Beide Piloten haben sich auf den Formationsflug spezialisiert und darin die Meisterschaft erlangt", erzählt der Geschäftsführer. Für ihn ist klar: "Aus Sicht der Gastpiloten und unseres Vereins war es ein gelungenes Fest mit einem tollen Publikum."