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| 02:45 Uhr

33 000 Sonnenfänger fix und fertig installiert

Die Module sind arbeitsfähig. Jetzt folgen die Tiefbauarbeiten, zu denen auch das Verlegen der Einspeiseleitung bis zum Umspannwerk nach Herzberg gehört. Darum kümmern sich Mitarbeiter der Firma HTS Schlieben, im Bild Christoph Rosner.
Die Module sind arbeitsfähig. Jetzt folgen die Tiefbauarbeiten, zu denen auch das Verlegen der Einspeiseleitung bis zum Umspannwerk nach Herzberg gehört. Darum kümmern sich Mitarbeiter der Firma HTS Schlieben, im Bild Christoph Rosner. FOTO: Sven Gückel / svg1
Berga/Naundorf. Die Solea AG und die Solea Capital GmbH bauen gemeinsam auf einer etwa 20 Hektar großen Konversionsfläche auf den Gemarkungen Berga und Naundorf einen Photovoltaikpark. Er hat eine prognostizierte Leistung von 75 000 Megawattstunden Sonnenstrom. Diese reichen aus, um 2600 Haushalte zu versorgen. Die Investitionssumme beläuft sich auf 14 Millionen Euro. Sylvia Kunze

Die Bauarbeiten am neu entstehenden Photovoltaikpark zwischen Schlieben-Berga und Naundorf, planerisch trägt er den Namen "Solarpark Gut Werchau", liegen gut im Zeitplan. Sogar sehr gut. Wegen der aktuell geführten Diskussion um rückläufige Einspeisevergütungen wurde besonders schnell gearbeitet, um gesetzte Termine zu halten und getroffene vertragliche Vereinbarungen nicht zu gefährden. "Es war unser Bestreben, das Großkraftwerk noch vor dem von der Politik benannten Stichtag am 9. März fertigzustellen, damit es zu keinen wirtschaftlichen Einschnitten kommt", berichtet Steffen Kammerer, Geschäftsführer der in Bayern beheimateten Solea Capital GmbH.

Geschafft habe man dies mit erheblichem Aufwand. Kammerer benennt dafür entscheidende Aspekte: im Vorfeld optimale Planung, ausreichend technische Kapazitäten und engagierter Einsatz eines extra aufgestockten Teams. "Wir konnten dem politischen Gegenwind trotzen und den Netzanschluss rechtzeitig vor dem 9. März realisieren. Damit wurde der Solarpark deutlich vor dem von uns geplanten Fertigstellungstermin in Betrieb genommen", blickt Kammerer zurück.

Wie viel Geld genau auf dem Spiel stand, ist nicht zu erfahren. Aber der Solea-Vertreter macht deutlich, dass der Gegenwind nicht nur ein laues Lüftchen in der Gesamtrechnung dargestellt hätte. Schließlich sei von Kürzungen von teilweise um mehr als 25 Prozent die Rede gewesen.

Strom liefert der neu entstandene Photovoltaikpark damit aber noch nicht. "In Betrieb genommen" heißt vielmehr, dass die knapp 33 000 Module alle montiert und voll funktionsfähig sind. Ein sogenannter "Glühbirnchentest", eine Leistungsprüfung nach dem Erneuerbare Energien Gesetz, hat dies gezeigt. Wird er mit Erfolg absolviert, gilt die Anlage als fertig.

Bis sie "richtig" fertig ist, gehen jedoch noch einige Tage ins Land. Die Tiefbauarbeiten dauern an und werden einige Zeit brauchen. Schließlich muss vom neu entstandenen Park nordöstlich von Schlieben bis zum Herzberger Umspannwerk eine mehrere Kilometer lange Einspeiseleitung verlegt und in das öffentliche Netz eingebunden werden. Erst wenn auch diese Arbeiten abgeschlossen sind, kann der bei Schlieben auf einer einst militärisch und zwischenzeitlich landwirtschaftlich genutzten Fläche erzeugte Sonnenstrom auf die einzelnen Abnehmer verteilt werden.

"Die Solea AG wird auch zukünftig die technische Betriebsführung der Anlage durch ihr Fachpersonal federführend verantworten. Als langfristiger Investor wird ein langjähriger Partner der AG, die Chorus Gruppe aus München, agieren", ist von Steffen Kammerer weiter zu erfahren.