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16 Organisten aus 11 Ländern spielen an Silbermann-Orgel

Lebusa. Seit Montag wird an acht historischen Orgeln in der westlichen Niederlausitz hart gearbeitet. Drei Professoren aus Polen, Tschechien und Deutschland und ein Berliner Tonmeister lehren die Studierenden im Fach Orgel. red/sk

Jede Studentin und jeder Student sitzt mindestens einmal an jeder der ausgewählten Übungsorgeln zwischen Doberlug und Lebusa, Golßen und Prießen. Und: Alle 16 Studierenden haben in den fünf Tagen bei allen Dozenten und beim Tonmeister Unterricht. Das gibt es weltweit nur bei der Niederlausitzer Orgelakademie. Bei landläufigen Orgelmeisterkursen unterrichtet nur ein Dozent viele Studenten. So entsteht viel Leerlauf.

Diesen gibt es bei der 6. Orgelakademie, die Prof. Jaroslav Tuma aus Prag und Prof. Martin Schmeding aus Leipzig zusammen mit dem Orgelkonzertorganisator Rudolf Bönisch aus Lübbenau vor sechs Jahren gegründet haben, nicht. Wohl aus diesem Grund sind die angebotenen Plätze auch bereits sehr zeitig ausgebucht.

Der Abschluss der Orgelakademie findet nun erstmals an der Silbermann-Orgel in Lebusa statt. Dazu wird wie in den Vorjahren eine Orgelnacht gestaltet, die am Freitag um 19 Uhr beginnt. In drei großen Musikblöcken werden alle Studierenden mit ihren jeweils einstudierten Orgelstücken zu hören sein. Das sind in diesem Jahr Studierende aus elf Ländern: Polen, Tschechien, der Ukraine, Russland, der Slowakei, Slowenien, Kroatien, Österreich, Südkorea, China und Deutschland.

Zu hören ist ein wahrhaft weltumspannendes Konzert. Es erklingt an diesem Abend bzw. in dieser Nacht eine große Palette von Orgelmusik aus mehreren Jahrhunderten. Der Leiter der Orgelakademie Rudolf Bönisch, künstlerischer Leiter von Mixtur im Bass, wird durch das Programm führen und die Musik und die Ausführenden vorstellen. Er wird aber auch Informationen zur Orgelakademie und zur Orgellandschaft Niederlausitz sowie zur Lebusaer Kirche und zur Silbermann-Orgel geben.

In den Konzertpausen werden ein Imbiss gereicht und Getränke angeboten.

Es besteht die Möglichkeit, später zu kommen oder eher zu fahren. Der Eintritt ist frei.