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Elbe-Elster
10 Millionen Euro für die Schulen

So könnte die Aula am Herzberger Gymnasium nach den Vorstellungen des Architekturbüros Angelis und Partner aussehen.
So könnte die Aula am Herzberger Gymnasium nach den Vorstellungen des Architekturbüros Angelis und Partner aussehen. FOTO: Angelis und Partner
Elbe-Elster. Der Landkreis Elbe-Elster und acht Kommunen erhalten Unterstützung vom Bund aus dem Kommunalen Investitionsförderungsgesetz. Jetzt werden die Projekte geprüft und vorbereitet. Die Planungen für die Aula am Herzberger Gymnasium können fortgesetzt werden. Von Birgit Rudow

„Ich bin mehr als zufrieden“ – diese Worte hört man von Kreiskämmerer Peter Hans nur äußerst selten. Die Zufriedenheit rührt aus den Zuwendungen, die der Landkreis und acht Kommunen des Kreises aus dem Kommunalen Investitionsförderungsgesetz 2 des Bundes für die Schulsanierung erhalten. Immerhin sind das insgesamt 9,5 Millionen. Rechnet man den zehnprozentigen Eigenanteil dazu, stehen 10,45 Millionen Euro für die Schulen zur Verfügung.

Ende vergangenen Jahres noch hatte der Landkreis gebangt, ob er überhaupt von dem Programm profitieren würde. Denn es ist ausdrücklich als Förderung von Investitionen finanzschwacher Kommunen aufgelegt. Mitte Januar nun hat das Land bekanntgegeben, wie die 104 Millionen Euro für Brandenburg aus dem 3,5 Milliarden-Paket des Bundes verteilt werden. Der Landkreis Elbe-Elster, so Peter Hans, bekommt 5,866 Millionen Euro. Plus der 10 Prozent Eigenanteil macht das rund 6,5 Millionen Euro. Sie dürfen für den Umbau, die Erweiterung oder dieSanierung der allgemein- und berufsbildenden Schulen in Trägerschaft des Kreises verwendet werden, also für Oberschulen, Gymnasien und das Oberstufenzentrum. Für Musik- oder Volkshochschulen zum Beispiel steht die Förderung nicht zur Verfügung, erklärt der Kämmerer. Gefördert werden auch nur bauliche Veränderungen, nicht die Innenaussstattung wie zum Beispiel Möbel.

Im Kreis werden jetzt mögliche Projekte geprüft. „Wir haben viele Sachen im Auge. Aber ich möchte noch nicht vorpreschen. Es muss noch viel gerechnet werden. Bis zum 30. April müssen die Förderanträge abgegeben sein“, so Peter Hans. Erfreulich sei auch, so der Kämmerer, dass die Umsetzung der Projekte bis Ende 2022 Zeit hat, also nichts übers Knie gebrochen werden muss.

Ein Vorhaben steht aber bereits fest. Das ist der Anbau der Aula am Herzberger Gymnasium, der eigentlich schon in diesem Jahr fertig werden sollte. Eine Million Euro sind dafür im Kreishaushalt eingestellt. Mittlerweile ist man bei den Kostenschätzungen aber bereits bei etwa 1,9 Millionen Euro angekommen. Der Kreis hatte Ende vergangenen Jahres die Planungen für die Aula ausgesetzt. Man wollte warten, ob sich das Projekt vielleicht durch das Investitionsförderungsgesetz realisieren lässt. „Das ist möglich. Die Aula ist förderfähig. Die Planungen werden jetzt weitergeführt“, so Peter Hans.

Aber nicht nur der Kreis profitiert von der Bundesförderung, sondern auch acht Kommunen in Elbe-Elster. Herzberg bekommt 328 226 Euro, Bad Liebenwerda 419 168 Euro, Doberlug-Kirchhain 898 963 Euro, Falkenberg 287 459 Euro, Finsterwalde 875 966 Euro, Mühlberg 148 433 Euro, Schlieben 303 139 Euro und Uebigau-Wahrenbrück 237 284 Euro. Diese „krummen“ Summen kommen zustande, weil der Bund pro Schüler 1040 Euro zur Verfügung stellt. Die Förderung gilt für Schulen in Trägerschaft der Kommunen bzw. in freier Trägerschaft. Für den Landkreis wurde der gleiche Bemessungsgrad angesetzt.