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| 17:49 Uhr

Wirtschaft fördern
Zwei Städte - viele Vorteile

Den Wirtschaftsfilm hat das junges Team Sons Of Motion Pictures  nach den Vorgaben der Stadtverwaltungen konzipiert, gedreht und geschnitten.
Den Wirtschaftsfilm hat das junges Team Sons Of Motion Pictures nach den Vorgaben der Stadtverwaltungen konzipiert, gedreht und geschnitten. FOTO: Stadt Guben
Guben. Der neue Wirtschaftsfilm von Guben und Gubin soll Unternehmer an die Neiße locken. Von Michèle-Cathrin Zeidler

Sonnenaufgang über Guben und Gubin. Eine Luftaufnahme fängt diesen Moment ein. Im Rundflug geht es über das Industriegebiet, entlang der Neiße und weiter auf die Brücke zur Theaterinsel. Von rechts kommt Gubens Bürgermeister Fred Mahro ins Bild und von links sein Gubiner Amtskollege Bartlomiej Bartczakdas. In der Mitte treffen die zwei Rathauschefs aufeinander und begrüßen sich herzlich per Handschlag - mit diesen Szenen beginnt der neue Wirtschaftsfilm  von Guben und Gubin. Er feierte in der vergangenen Woche im Rahmen der ersten deutsch-polnischen Wirtschaftskonferenz Premiere. Der Streifen ist drei Minuten lang und überwiegend in deutscher Sprache mit polnischem Untertitel verfasst. Produziert wurde er von der Leipziger Firma „Sons of Motion Pictures“.

„Es gibt keine andere Grenzstadt, die so kompakt und eng beieinander ist wie Guben und Gubin“, beschreibt Bürgermeister Fred Mahro die Besonderheit der Neißestadt. „Wir leben hier den Europäischen Gedanken.“ Für die Firmen gebe es viele Vorteile, betont auch Bartlomiej Bartczak.

Was diese Vorteile im Einzelnen sind, verraten anschließend ortsansässige Unternehmer beider Seiten. „Wir sind dem Markt gefolgt und haben hier in Guben die entsprechende Fläche und die optimale Position zum Kundenstamm gefunden. Perfekt für den Waren- und Wirtschaftsstrom“, erzählt Daniel Löhr, Geschäftsführer vom Schaumstoffhersteller Megaflex. Er lobt den guten Zugang zum polnischen und deutschen Arbeitsmarkt. „Wir können anderen Unternehmern durchaus empfehlen, hierher zu kommen“, betont Daniel Löhr.

Erst kürzlich wurde ein 360-Grad-Film über das Gubener Stadt- und Industriemuseum veröffentlicht und im Januar feierte der Imagefilm des Heimatbundes Premiere.  „Tourismus und Wirtschaft sind zwei existenzielle Standortfaktoren der Stadt Guben. Beide Bereiche sollen zukünftig gemeinsam von Guben und Gubin in der Vermarktung nach außen repräsentiert werden“, erklärt Pressesprecher Bernhard Schulz.  Die Imagefilme seien Bestandteile dieser Strategie: „Die Filme waren notwendig, um hier zielgruppenorientiert agieren zu können.“  

Der neue Guben-Gubiner Wirtschaftsfilm entstand im Rahmen des Interreg VA -Projektes „Zwei Rathäuser – eine Eurostadt“. „Ein zentrales Projektziel ist die gemeinsame Wirtschaftsförderung der Doppelstadt. Daher wurde dieser Film – ergänzend zu den bereits veröffentlichten Imagefilmen – erarbeitet und dient speziell dem Zwecke der Wirtschaftsförderung“, so Schulz weiter. Der Film wird folglich gezielt zur Präsentation bei Messeauftritten, für wirtschaftsaffine Delegationen oder Investoren genutzt. Dadurch, dass der Wirtschaftsfilm auch in einer englischen Sprachversion vorliegt, könne er für einen internationalen Adressatenkreis genutzt werden. „Die Gesamtkosten für den Film belaufen sich auf knapp 9000 Euro“, verrät Schulz. Der Förderhöhe der vom deutsch-polnischen Begleitausschuss bewilligten EFRE-Mittel liegt bei 85 Prozent Förderung, der Eigenanteil der Stadt Guben bei 15 Prozent.

Als Vertreter der Gubiner Seite kommt Tekra-Geschäftsführer Harald Wiedei in dem Film zu Wort: „Wichtig für uns als Arbeitgeber auf der polnischen Seite ist das Schul- und Kitaangebot.“ Gubin habe dabei den Vorteil, dass seine Firma ausreichend gut qualifiziertes Personal finde. Holger Dulitz von der Glaserei Dulitz verweist weiterhin auf die zentrale Lage der Doppelstadt. „Man kann von der deutschen und der polnischen Seite Arbeitskräfte gewinnen und hat es nicht weit bis Dresden oder Berlin“, erzählt der gebürtige Gubener. Er kann sich nicht vorstellen, in einer anderen Stadt als Guben zu leben.

Die Reaktionen auf den Film sind laut dem Gubener Rathaus bisher sehr positiv. „Die moderne und qualitätsvolle Machart sowie inhaltliche Betonung der gemeinsamen Standortvorteile in einer Grenzstadt in zwei Ländern wurde mehrfach lobend erwähnt“, erzählt Schulz. Innerhalb einer Woche wurden mit dem Film auf Facebook mehr als 15 000 Zuschauer erreicht. Zusätzlich wurde er knapp 200 Mal auf der Videoplattform Youtube sowie zusätzlich auf der Homepage der Stadt Guben (www.guben.de) abgerufen.