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| 13:48 Uhr

Gegen Krieg - Für ein Europa in Frieden
Zwei Grenzrosen für die Doppelstadt

In Forst gibt es bereits mehrere Grenzrosen.
In Forst gibt es bereits mehrere Grenzrosen. FOTO: Ludwig
Guben. Eine dritte Skulptur ist auf der Neiße-Insel geplant. Dafür werden noch interessierte Spender gesucht.

Am 11. November  jährt sich in diesem Jahr das Ende des Ersten Weltkrieges zum 100. Mal. Gleichzeitig feiert die Republik Polen ihr 100. Gründungsjubiläum. „Diesen Tag nehmen wir zum Anlass, um auf beiden Seite der Neiße Grenzrosen aufzustellen“, erzählt Günter Quiel, der Vorsitzende der gemeinsamen deutsch-polnische Kommission.  Das Projekt Grenzrosen begann 2005 in Frankfurt (Oder). Der Essener Künstler Thomas Rother möchte mit diesen Rosen aus Stahl der Opfer des Zweiten Weltkrieges gedenken und sieht die Skulpturen gleichzeitig als Versöhnungsgeste mit dem Aufruf „Blumen statt Waffen“. „Wir wollen uns gegen Krieg und für ein Europa aussprechen“, sagt auch Günter Quiel. Gerade in Zeiten der Anspannung und Abspaltung innerhalb Europas sei dieses Zeichen wichtig.

Am Sonntag, 11. November, wird die Kommission zwei Grenzrosen einweihen – eine auf dem Dreieck in Guben (um 15 Uhr) und eine vor der Stadtverwaltung in Gubin (um 9 Uhr).  „Die Gelder für die Rosen stammen von Spendern und belasten nicht den Haushalt“, betont Günter Quiel. Eine dritte Grenzrose sei außerdem in Planung. Doch dafür werden aktuell noch Spender gesucht. Für sie hat sich Günter Quiel etwas ganz Besonderes überlegt. „Sie soll auf der Nordspitze der Neiße-Insel aufgestellt werden“, so der Vorsitzende der gemeinsamen Kommission. „Dort soll ein Ort des Verweilens entstehen.“ Geplant seien mehrere Bänke und Bäume im Halbkreis um die Grenzrose. „Das wäre eine würdige Weiterentwicklung des Ortes“, so Günter Quiel. „Schön wäre es auch, wenn im Sommer auf dem Platz ein Eisverkäufer stehen würde.“ Interessierte Spender können sich unter den Rufnummern 03561 550341 oder 559852 bei Günter Quiel melden.

(mcz)