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| 01:04 Uhr

Zuschüsse von der Union

Guben.. Halbzeit ist jetzt für das im Jahr 2000 gestartete Interreg-III-Programm der Europäischen Union. Rund 38,4 Millionen Euro stehen darin bis zum Jahr 2006 zur Verfügung. Davon bestätigte der Regionalausschuss des Landes Brandenburg 20,6 Millionen Euro für die Realisierung von 33 Projekten in der Euroregion Spree-Neiße-Bober. B. Remus

Die Stadt Guben fasste bisher bereits 1,4 Millionen Euro für die Rekonstruktion der Frankfurter Straße und 1,2 Millionen Euro für die Rekonstruktion der Turnhalle an der Klaus-Herrmann-Straße an Fördergeldern der EU aus Interreg III ab. Für den Ausbau des Begegnungszentrums und der Radlerpension in Sembten wurden rund 312 000 Euro bereitgestellt. Viele kleinere Vorhaben, für die Vereine, Verbände und Bürger innerhalb der „100 Begegnungen“ Förderungen beantragten, wurden ebenfalls unterstützt. Dazu gehörten in Guben im Vorjahr das Eurosportfest, die 100 Begegnungen auf der Neißebrücke, deutsch-polnische Schüleraustausche und grenz-übergreifende Schulprojekte.
Derzeit beantragt sind von Guben weitere 5,39 Millionen Euro für die Entwicklung des Industriegebietes an der Forster Straße, die Verkehrsanlage am Dreieck und die Neugestaltung des Fußgängerüberganges an der Neißebrücke, war von Ilona Petrick, Geschäftsstellenleiterin der Euroregion Spree-Neiße-Bober in Guben, zu erfahren. Die Euroregion hat die drei Vorhaben bereits zur Förderung empfohlen. Petrick schätzt ein, dass sie auch sehr gute Chancen für die Befürwortung durch den Regionalausschuss des Landes Brandenburg haben.
In Anbetracht der bevorstehenden Mitgliedschaft Polens in der EU arbeitet die Euroregion Spree-Neiße-Bober verstärkt am Thema touristische Straßenverbindungen zwischen Polen und Deutschland. Für die Eurostadt Guben-Gubin geht es konkret um eine Brücke zur Neißeinsel von Gubener Seite aus.
Aber noch ein anderes Thema will geklärt werden. Zwar kann auf deutscher und auf polnischer Seite der Euroregion ab 1. Mai 2004 ein gemeinsames Föderprogramm der EU genutzt werden, aber die unterschiedlichen Entscheidungsebenen erschwerten das grenzüberschreitende Miteinander, sagt Petrick. Auf polnischer Seite sei die untere Ebene nur „Antragsannahmestelle“ , dürfe aber nichts befürworten oder entscheiden. Das sei Sache des Marschallamtes oder der Regierung in Warschau. Doch für das große Infrastrukturprogramm werde die grenzüberschreitende Vorbereitung, Finanzierung und Umsetzung benötigt.

Hintergrund Interreg III
 Interreg III ist eine Gemeinschaftsinitiative des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für die Zusammenarbeit zwischen den Regionen der Europäischen Union im Zeitraum 2000-2006.
Ziel dieser neuen Phase von Interreg ist die Stärkung des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts in der Europäischen Union anhand der Förderung grenzübergreifender, transnationaler und interregionaler Zusammenarbeit und ausgewogener räumlicher Entwicklung. Der Einbeziehung von Regionen in äußerster Randlage und Regionen entlang der Grenzen zu den Beitrittsländern gilt besondere Aufmerksamkeit.