(ten) Die Gemeinde bekennt sich auch weiterhin zur Internationalen Naturausstellung Lieberoser Heide (I.N.A.). Die Gemeindevertreter beschlossen am Dienstagabend einstimmig die Gesellschafterzuschüsse für die I.N.A. GmbH in den kommenden drei Jahren. Demnach unterstützt die Gemeinde die Gesellschaft im Jahr 2020 mit 6826 Euro und in den beiden darauffolgenden Jahren mit jeweils 8652 Euro.

Trotz dieses eindeutigen Votums schwangen auch leichte Zweifel mit, ob dies die richtige Entscheidung ist. Letztlich aber konnten die Abgeordneten wohl der Meinung von Hanni Dillan (Gemeinde Schenkendöbern) folgen: „Es wäre im Zuge des Strukturwandels ein falsches Signal, aus dem Vertrag auszusteigen. Die I.N.A. ist etwas Einzigartiges.“ Angeregt wurde ebenfalls, dass die Abgeordneten sich im Rahmen einer Exkursion über die Fortschritte informieren könnten.

Vor der Abstimmung hatten die Geschäftsführer der Internationalen Naturausstellung, Lucas Opitz und Joachim Faßmann, sowie Annemarie Kaiser von der Stiftung Naturlandschaften über den aktuellen Stand der I.N.A. informiert. So befinden sich derzeit mehrere Projekte in der Umsetzung, das Terrain auf verschiedenen Wegen zu erkunden. Ende Sommer 2020 soll zum Beispiel ein Sternenpfad fertig gestellt sein, zu dessen Einweihung die Abgeordneten schon einmal eingeladen wurden.

Opitz betonte, dass es bei der Ausstellung immer darum gehe, den Naturschutz mit der Regionalentwicklung zu verbinden. Deshalb findet im Maßnahmenkatalog auch die Entwicklung des Schlosses Lieberose ihren Platz. Im Jahr 2022 sollen die Ergebnisse der Arbeit einer breiten Öffentlichkeit in einem Präsentationsjahr vorgestellt werden.

Die Arbeitsgemeinschaft Internationale Naturausstellung Lieberoser Heide war im Oktober 2010 gegründet worden. Neben der Gemeinde Schenkendöbern gehören ihr die Landkreise Dahme-Spreewald und Spree-Neiße, die Ämter Lieberose/Oberspreewald und Peitz sowie die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg und das Land Brandenburg an.