ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 14:10 Uhr

Konzert in Atterwasch
Zum Abschluss des Missionsfestes eine volle Kirche

Die Wolga Kosaken begeiserten mit ihren unterschiedlichen Stimmen und dem Spiel auf den traditionellen Instrumenten.
Die Wolga Kosaken begeiserten mit ihren unterschiedlichen Stimmen und dem Spiel auf den traditionellen Instrumenten. FOTO: Ute Richter
Atterwasch. Ein Ensemble der Wolga Kosaken begeistert mit seinem Konzert die Zuhörer in der Kirche von Atterwasch.

Zum Abschluss des traditionellen Missionsfestes fand am Sonntagnachmittag in der Atterwascher Kirche ein Konzert mit den Wolga Kosaken statt. „Russland ist heute zu Besuch“, hatte Pfarrer Dschin-u Oh zu Beginn des Konzertes die vier Musiker angekündigt. Lange war das Konzert im Vorfeld ausverkauft.

Seit im Jahre 1924 zum ersten Mal außerhalb Russlands ein Kosakenchor seine musikalische Kunst und Kultur präsentierte, hat diese Musik Menschen auf der ganzen Welt fasziniert und begeistert. Einer der größten Chöre war der Wolga Kosakenchor, der 1933 im Exil gegründet wurde. Seitdem sind sie als großer Chor oder als kleines Ensemble auf den Bühnen der ganzen Welt zu erleben. Russische Gesänge der orthodoxen Kirche, Volkslieder, Chor- und Sologesang begeisterten am Sonntag auch in Atterwasch, auch wenn „nur“ ein Ensemble des Chores zu Gast war. Die vier Sänger und Musiker begeisterten mit ihren ganz unterschiedlichen Stimmlagen a capella, aber auch zur Begleitung auf den typischen Instrumenten wie der Balalaika. Für Lieder wie „Schlittenfahrt im Mondschein“, „Abendglocke“ oder das wohl bekannteste („Kalinka“) erhielten die Sänger viel Beifall.

Die Musiker werden immer wieder gefragt, warum die Balalaika dreieckig ist. „Ich weiß es auch nicht“, so einer der Ensemblemitglieder schmunzelnd. „Aber einer Sage nach wurde die erste Balalaika aus einem Schiffsrumpf gebaut. Vielleicht daher die Form.“

Neun Monate im Jahr sind sie auf der ganzen Welt unterwegs. Überall stoßen sie auf volle Kirchen und Veranstaltungssäle sowie auf jede Menge Zuspruch. Sie präsentieren ihre Musik mit viel Ehrfurcht, Temperament und Melancholie, haben aber auch stets einen flotten Spruch auf den Lippen. Denn einige Chormitglieder leben in Deutschland und sprechen die Sprache sehr gut.

Wer einen Ausflug ins musikalische Bulgarien machen möchte, hat am Samstag, 8. September, um 17 Uhr mit den goldenen Stimmen aus Bulgarien „Sacralissimo“ in der Klosterkirche Guben dazu Gelegenheit. Der Eintritt ist frei, um eine Kollekte wird gebeten.