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Zeit für Stellungnahme zu Gubin läuft Montag ab

Gubin/Guben/Schenkendöbern. Noch knapp eine Woche bleibt den Anrainer-Kommunen entlang der deutsch-polnischen Grenze, um eine Stellungnahme zum geplanten Tagebau Brody-Gubin einzusenden. Darauf macht nun auch die Grüne Liga aufmerksam. red/dsf/sha

Darin fordern die Umweltschützer auch Bewohner der grenznahen Orte auf, sich zu positionieren.

Die Verwatlungen in Guben und Schenkendöbern werden das tun - das haben die beiden Verwaltungschefs Fred Mahro und Peter Jeschke (CDU) bereits angekündigt. Die Stellungnahmen, sagt Mahro, würden zwar separat erstellt, eine Absprache zwischen Stadt und Gemeinde werde es aber geben. Auch die Stadt Forst sitzt mit im Boot. Kürzlich kündigte Verwaltungsvorstand Heike Korittke an, dass es einen Austausch geben werde.

Klar ist, dass der Tagebau Brody-Gubin eine reine polnische Entscheidung bleibt. Das machte auch Mahro auf eine Einwohnerfrage in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung deutlich. Als Nicht-Verfahrensbeteiligte hätten die Kommunen Guben und Schenkendöbern keinen direkten Einfluss auf die Realisierung des Projekts. Dennoch wolle die Stadt - ebenso wie die benachbarte Großgemeinde - auf die Bedenken hinweisen, die mit einem Kohleabbau gleich hinter der deutsch-polnischen Grenze einhergingen. Die Ansicht, dass es keine Umweltbelastung für die deutschen Anrainer geben werde - so wie es in einer Umweltverträglichkeitsprognose der Woiwodschaft Lubuskie dargestellt ist - teilen die Anrainer nicht. Andreas Stahlberg, bei der Gemeinde Schenkendöbern zuständig für bergbaubedingte Sonderaufgaben, betonte kürzlich in der RUNDSCHAU, dass Auswirkungen eines Tagebaus nicht an Ländergrenzen haltmachten.

Sicher, ob der Tagebau tatsächlich kommt, sind selbst Experten noch nicht. Bereits seit August 2016 liegt das Genehmigungsverfahren auf Eis, weil noch wichtige Unterlagen des Investors Polska Grupa Energetyczna (PGE) fehlen. Bis 2019 können diese nachgereicht werden. Stahlberg ist sich sicher: Sowohl Lubuskie als auch der Betreiber wollen den Tagebau unbedingt. Stellungnahmen sind an die polnische Generaldirektion und das Marschallamt der Wojewodschaft zu richten. Kontaktadressen gibt es im Internet unter

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