Während der Führung berichtete er viel interessantes aus der Geschichte von Guben und aus seinem Leben.

Er war total überrascht und begeistert, er fand toll, dass man sich die Mühe macht, die Industriegeschichte der Stadt Guben zu erhalten und bewahren.

Im nächsten Jahr will er wieder vorbeischauen.

Zugefahren ist nur noch Stress

Helmut Wolf aus Guben ärgert sich darüber, dass sich der Staat vorwiegend aus der Verantwortung für die Sicherung von Grundbedürfnissen der Bevölkerung gestohlen hat. Er schreibt: Bei der Bahn und der Post ist offensichtlich der privat zu erwirtschaftende Gewinn wichtiger als die Sicherung elementarer Bedürfnisse für alle. Immer deutlicher wird das bei der Bahn. Seit Jahren können wir das verfolgen: Streckenstilllegung, Schließen von Bahnhöfen, auf vielen Bahnhöfen, besonders den kleineren, weder Personal noch Ansagen, geschlossene Fahrkartenschalter, in größeren Bahnhöfen Schlange stehen in den Reisebüros. Hinzu kommen die nicht nur für Behinderte und ältere Bürger undurchschaubaren Fahrkartenautomaten. Über Preiserhöhungen will ich nicht sprechen, wenn sie mit Verbesserungen des Angebotes einhergehen.

Der Gipfel ist jedoch die Abschaffung des Fahrkartenverkaufs in den Zügen. Wer das befürwortet hat, scheint keine Ahnung zu haben und braucht vielleicht die Bahn nicht zu nutzen wie Millionen von Menschen, die täglich diesem Stress ausgesetzt sind.

Der Gubener Bahnhof ist ein Beispiel für all diese "Einsparungen". Sicher ist im Fernverkehr manches besser geworden und lässt das Reisen bequemer werden. Aber die Bahnnutzer bestehen nicht nur aus ICE-Reisenden.

Also es wird Zeit, dass man in den Chefetagen der Bahn wieder mehr an die täglichen Bedürfnisse der Menschen denkt und der Staat sich endlich erinnert, dass er auch eine Verantwortung trägt.