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| 16:21 Uhr

Tupfer für Tupfer
Sorbische Ostereier verzieren wie ein Profi

Beim Workshop zur Osterausstellung gibt Küstlerin Monika Krüger den Teilnehmern hilfreiche Tipps.
Beim Workshop zur Osterausstellung gibt Küstlerin Monika Krüger den Teilnehmern hilfreiche Tipps. FOTO: Michèle-Cathrin Zeidler
Guben. Das Künstlerehepaar Monika und Klaus Krüger verrät im Workshop die Kniffe und Tricks bei der Wachsbossiertechnik.

Durch das Stadt- und Industriemuseum in Guben zieht am Dienstagnachmittag Wachsgeruch. Im Sonderausstellungsraum haben sich eine Handvoll Teilnehmer zum Workshop im Rahmen der Osterausstellung „Kunst-Eier-Variationen“ versammelt. Mit kleinen und anfangs noch recht unsicheren Bewegungen tupfen sie mit einer Feder oder einem Stecknadelkopf in der Hand Wachs auf ihre Eier. Hilfestellung leistete dabei das Künstlerehepaar Monika und Klaus Krüger.

„Die Feder eintunken ins Wachs, rauf auf das Ei und zack wieder runter“, ermuntert Klaus Krüger die Teilnehmer zu mehr Schnelligkeit. „Ansonsten trocknet das Wachs auf der Feder und es funktioniert nicht mehr.“ Bei ihren eigenen Kreationen arbeitet das Ehepaar gerne mit Gänse- oder Taubenfedern. „Für jede Form auf dem Ei muss man sich eine Feder zurechtschneiden“, erklärt Monika Krüger die Bossiertechnik, bei der die aufgetupften Muster und Ornamente auf dem Osterei verbleiben. Der Vorteil dieser Technik: Das Entfernen des Wachses von den Eiern fällt weg, ebenso das zeitaufwändige, mehrmalige Einfärben der Ostereier, wie bei der Wachsreservetechnik. „Aber der Anfang ist nicht leicht. Man muss ein Gefühl für das Wachs und die Feder kriegen“, weiß Monika Krüger aus Erfahrung. „Danach heißt es nur noch: üben, üben, üben.“ Sie verziert seit einem Workshop im Jahr 2011 Ostereier.

Die richtige Tupf-Technik erfordert Übung.
Die richtige Tupf-Technik erfordert Übung. FOTO: Michèle-Cathrin Zeidler

Ursula Schuster hat den Dreh schnell raus. „Ich habe als Kind schon sorbische Ostereier verziert“, verrät die Gubenerin. „Nach einigen Jahren Pause wollte ich mir nun ein paar Tipps von den Profis holen.“ Sie hat zum Workshop ihre eigenen Utensilien mitgebracht. „Der Löffel mit dem Wachs steckt in einer Kartoffel – so haben wir das früher immer gemacht“, schmunzelt Ursula Schuster. Sie möchte die Technik gerne an ihre Enkelkinder weitergeben.

Die Osterausstellung im Stadt- und Industriemuseum Guben ist noch bis zum 8. April geöffnet. Auch in diesem Jahr zeigen die Aussteller Neuigkeiten aus ihren  Werkstätten. Zu sehen sind unter anderem die Arbeiten von Inge Ewersbach, Ingrid und Edwin Keller, Monika und Klaus Krüger sowie Carola Huhold.

(Zeidler)