ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 19:45 Uhr

Atterwasch
Das Bewusstsein für Essen aus der Region wächst

Claudia Müller (m.) von "Flemmings Gasthaus" am Deulowitzer See nimmt das erste Mal an der Aktion Schlaubetal-Teller teil. Foto: utr
Claudia Müller (m.) von "Flemmings Gasthaus" am Deulowitzer See nimmt das erste Mal an der Aktion Schlaubetal-Teller teil. Foto: utr FOTO: Ute Richter
Atterwasch. Der Deulowitzer See ist nicht nur ein beliebter Ort zum Baden, sondern auch zum Schlemmen.

Flemmings Gasthof nimmt das erste Mal an der  Aktion „Schlaubetal-Teller“ teil. Dieser wird seit 2002 vom Naturpark Schlaubetal und  umliegenden Tourismusinformationen organisiert. Ziel ist die Stärkung der regionalen Wirtschaft und lokaler Gastronomie. Claudia Müller serviert ihren Schlaubetal-Teller häufig: Spreewälder Meerrettichboulette an Schmorgurken in Sahne und Kartoffeln, dazu meist ein Neuzeller Schwarzer Abt. „Wir wurden von der Naturparkverwaltung gefragt, ob wir mitmachen wollen“, erzählt die Chefin. Mit regionalen Produkten und Zutaten zu kochen, sei sowieso ihr Anspruch. Sie macht mit.

Wie der Name des Gerichtes schon sagt: Meerrettich und die Gurken kommen aus dem Spreewald, die Kartoffeln und die Getränke aus Neuzelle. „Die Leute fragen uns ganz oft, mit welchen Zutaten wir kochen. Deshalb war für uns von Anfang an klar, mit heimischen Produkten die Mahlzeiten zuzubereiten“, so Claudia Müller. Und das nicht nur beim Schlaubetal-Teller. „Jedes Jahr zu Pfingsten gibt es stets Ochsenbrust. Da haben wir Kundschaft, die nur deswegen kommt“, verrät die Wirtin. Aber auch beim Haxen- oder Gänsebrustessen im September und November kommen die Leute immer wieder. Doch Meerrettichboulette an Schmorgurken „war schon im vergangenen Jahr unser beliebtestes Gericht. Genau deshalb haben wir das auch für den Schlaubetal-Teller ausgewählt“, erzählt Claudia Müller.

„Das Bewusstsein fürs Essen hat sich wieder etwas gewandelt“, hat sie beobachtet. „Die Menschen wollen wieder wissen, wo ihre Lebensmittel herkommen und legen Wert auf Qualität. Dafür zahlen sie gern auch ein, zwei Euro mehr. Oft denken ja die Leute, dass Produkte vom Bauern oder aus regionalem Anbau viel teurer sind.“ Dabei seien die Produkte aus der Region oft nicht einmal teurer. „Aber man weiß eben genau, wo das, was man für sein Essen kauft herkommt, wie es angebaut und geerntet wird.“  Die kleine Terrasse mit Blick auf den inzwischen 21 Grad warmen See im Sommer und der gemütliche Gastraum im Winter gelten zunehmend als Geheimtipp für gutes Essen.