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| 15:30 Uhr

Schnuppertag für Schüler
Auch Trevira wirbt um Nachwuchskräfte

Viel einfallen lassen haben sich die Mitarbeiter von Trevira für ihren ersten Tag der offenen Tür zur Ausbildungsoffensive. Auch Führungen zum potentiellen Arbeitsplatz gehörten dazu.
Viel einfallen lassen haben sich die Mitarbeiter von Trevira für ihren ersten Tag der offenen Tür zur Ausbildungsoffensive. Auch Führungen zum potentiellen Arbeitsplatz gehörten dazu. FOTO: Ute Richter
Guben. Der Polyesterfaserhersteller hat zunehmend Probleme, Ausbildungsplätze zu besetzten.

Dazu geht das Unternehmen in die Offensive und lud Schüler ins Werk im Gubener Industriegebiet ein. Dort wollte man auch zeigen , wie die jeweilige Ausbildung funktioniert, so Personalleiterin Heike Lindner. Chemikant, Chemielaborant, Textillaborant, Mechatroniker und Elektroniker bildet das Unternehmen aus.  Vor allem die Auszubildenden waren schnell begeistert von der Idee des offenen Tages, aber auch ehemalige Azubis und weitere Mitarbiter machten mit. Christa Huhold und Silke Schulze, die die Organisation des Projektes in den Händen hielten, freuten sich über so viel Einsatz der Mitarbeiter. Und auch Werkleiter Thomas Rademacher war angetan von den Maschinen, die extra in den Empfangssaal gebracht worden sind, und von den gut vorbereiteten, anschaulichen Tischen. „Unsere Mitarbeiter haben sich soviel einfallen lassen, jetzt müssen nur noch die potentiellen Bewerber kommen“, sagte er zu Beginn.

Und die kamen. Zum Beispiel  die 19-jährige Alexandra, die bereits eine Lehre im Gesundheitswesen begonnen hat, aber dann merkte sie, dass das nicht das Richtige für sie ist. Am Samstag interessierte sie sich vor allem für die Laborberufe. Nora Kaltschmidt konnte ihr die Fragen ganz genau beantworten. Sie hat erst in diesem Sommer ihre Ausbildung bei Trevira abgeschlossen –  und sie wurde übernommen. Ihr gefalle es gut im Unternehmen, erzählt sie, und sie will bald ihren Meister machen. Sie erklärt Vor- und Nachteile der Ausbildung und gibt ganz praktische Tipps. „Natürlich muss man für die theoretische Ausbildung auch mal raus aus Guben und vielleicht ein bisschen weiter fahren. Aber das ist doch auch eine große Chance, anderes kennen zu lernen und Erfahrungen zu sammeln. Ich fand das toll“, sagt sie. Zumal das nur wenige Wochen im Jahr sind, denn die praktische Ausbildung findet  bei Trevira in Guben statt.

Um zu zeigen, um was es bei der Ausbildung beispielsweise in einer der vier Laboren bei Trevira geht, nahmen Manuela Wirth als Gruppenleiterin Qualität und Nora Kaltschmidt die potentiellen Bewerber mit auf einen Rundgang durch ihren vielleicht künftigen Arbeitsplatz. Dort erklärten die beiden ganz genau, was im Werk gemacht wird und was auf dem jeweiligen Arbeitsplatz gefordert ist.

„Hier können die Jugendlichen  sehen, was später einmal auf sie zukommt. Kaum einer kann sich das vom Erzählen doch vorstellen“, so Personalchefin Heike Lindner. Sie hofft, dass sie von einigen der sehr interessierten jungen Leute bald eine Bewerbung in den Händen hält. Der Gubener Trevira-Standort – 7,5 Millionen Euro Umsatz jährlich – gilt als zukunftssicher. Aktuell werden 7,5 Millionen Euro in neue Spinnmaschinen investiert.