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LR vor Ort
Gemeinde fordert Lärmmessung in Krayne

Krayne. Antwort des Landesumweltamtes steht noch aus.

Die Gemeinde Schenkendöbern hat das Landesumweltamt aufgefordert, im Rahmen einer Lärmmessung die Immissionsbelastung für die Krayner zu überprüfen. Das bestätigt Andreas Stahlberg von der Gemeindeverwaltung auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Zuvor hatten sich beim Diskussionsforum „LR vor Ort“ zahlreiche Einwohner des Ortsteils über den Lärm, den die neu aufgestellten Windräder verursachen, beschwert.

„Eine Antwort liegt uns noch nicht vor“, sagt Stahlberg. Er selbst hofft auf einen positiven Bescheid der Behörde. In ihrem Schreiben habe die Gemeinde unter anderem darauf aufmerksam gemacht, dass es keine Lärmmessung im Rahmen des Genehmigungsverfahrens gegeben habe und, dass auch ein Jahr nach dem Aufstellen der Windräder noch kein Gewöhnungseffekt bei den Betroffenen eingesetzt habe.

Die Gemeinde bittet zu prüfen, ob die zulässigen Grenzwerte in Krayne eingehalten werden. Für die Messung gebe es sogar schon einen Standort, kündigt Stahlberg an. Infrage dafür komme ein Privatgrundstück, das dicht am Windpark liegt.

Nach den rechnerisch ermittelten Prognosen des Landesumweltamtes liegt die Lärmbelastung in Krayne bei 40,5 Dezibel. Dieser Wert sei bei allgemeinen Wohngebieten zulässig. Bei Mischgebieten wie Krayne liegt der Grenzwert bei 45 Dezibel in der Nacht.

(sha)