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| 15:20 Uhr

Neues OP-Zentrum
Für die Zukunft aufgestellt

Gottfried Hain (2.v.l.), Geschäftsführer der Medizinischen Einrichtungsgesellschaft mbH (MEG), zeigte den Besuchern des Chirurgischen Ambulanzzentrums den neuen OP-Saal.r
Gottfried Hain (2.v.l.), Geschäftsführer der Medizinischen Einrichtungsgesellschaft mbH (MEG), zeigte den Besuchern des Chirurgischen Ambulanzzentrums den neuen OP-Saal.r FOTO: Ute Richter
Guben. Mit dem Ambulanzzentrum sieht sich Wilkestift für immer mehr ampulante Operationen gerüstet. Von Ute Richter

Knapp ein Jahr dominierten  Handwerker das Bild im ehemaligen OP-Trakt des Naemi-Wilke-Stifts. Ab dieser Woche werden Patienten und medizinisches Personal das Geschehen im Chirurgischen Ambulanzzentrum mit den Praxen von  Coelestina Junker, Dr. Thorsten Haase und dem Gefäßchirurgen Dr. Boguslaw Gracz  prägen. Der Komplex der Medizinischen Einrichtungsgesellschaft mbH Guben umfasst auch Anmeldebereich, Wartezonen, Nebenräume und einen Eingriffsraum für den Durchgangs-Arzt, der bei Schul- oder Arbeitsunfällen zuständig ist.

Das Investitionsvolumen von mehr als einer Million Euro musste selbst erwirtschaftet werden. Die Stiftung entschied sich 2016 für die Investition, auch weil  ein steigender Bedarf im Bereich der ambulanten Chirurgie erwartet wird. „Im Jahr 2017 wurden rund 9000 Behandlungsfälle von bei den Krankenkassen versicherten Patienten in unserer chirurgischen Ambulanz versorgt. Hinzu kommen die Arbeitsunfälle und die osteopathischen Behandlungen. Insgesamt sind das mehr als 10 000 Fälle“, erläutert Gottfried Hain. „Wir sehen, dass in den nächsten Jahren die Anforderungen steigen werden. Insbesondere können wir durch den zweiten OP für die Ärzte der MEG einschließlich unserer Hals-, Nasen- Ohrenärztin für stationsersetzende ambulante Operationen des Krankenhauses und auch für externe Operateure zu mindest räumliche Kapazität zur Verfügung stellen.“

Planung und Bauüberwachung lag in der Hand des Gubener Ingenieurbüros Bärmann + Partner GbR in Zusammenarbeit mit dem Technischen Leiter des Naemi-Wilke-Stifts, Matthias Reffke. „Einbauschränke und Fliesen des alten OP wurden saniert und konnten somit erhalten bleiben“, erklärt Planer Matthias Bärmann. Ansonsten wurde alles vollständig entkernt.

Im Ergebnis sind drei Arzträume mit Wartezonen entstanden. Nun finden die Patienten alle innerhalb der gemeinsamen Praxis ihren Platz. Das Praxisteam mit zehn Mitarbeiterinnen arbeitet als Einheit für den gesamten Bereich, wobei neben den deutlich verbesserten Arbeitsräumen für die Ärzte und Schwestern nun auch ein adäquater Sozialraum für die Mitarbeiter zur Verfügung steht. Außerdem steht den Ärzten dort nach dem Umbau ein ambulanter OP-Bereich zur Verfügung, der von allen Fachärzten des Ärztehauses am Stift genutzt werden kann beziehungsweise auch von weiteren Operateuren des Krankenhauses und darüber hinaus. Der gesamte Bereich ist barrierefrei zugänglich.

Am Bau beteiligt waren zehn Firmen, von denen bis auf eine alle in der Region ansässig sind. Die Gesamtkosten für das Bauprojekt betragen rund eine Million Euro, finanziert aus Eigenmitteln der Stiftung. Der Umbau im Altbau des Krankenhauses war aufwendiger als erwartet. Das hat auch zu Bauverzögerungen geführt. Nach der offiziellen Einweihung des Ambulanzzentrums beim Neujahrsempfang 2018 folgt nun der konkrete Arbeitsbeginn. Verwaltungsdirektor Gottfried Hain, zugleich Geschäftsführer der MEG mbH, dankte allen am Umbau beteiligten Firmen und  allen Mitarbeitenden, die während der Bauphase manche Lärmbelästigung ertragen mussten. „Wir freuen uns, dass der millionenschwere Umbau aus den Eigenmitteln der Stiftung jetzt abgeschlossen und für Mitarbeitende wie für Patienten ein attraktives neues Ambulanzzentrum entstanden ist“, erklärte Rektor Stefan Süß.