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| 14:29 Uhr

Warnung vor UV-Strahlung und Waldbrandstufe fünf
Spree-Neiße ist Hitzespitze

 Dem Freibad bescheren die hohen Temperaturen einen guten Start in den Sommer. Die Hitze allerdings bringt nicht nur Freude.  Archivfoto: Patrick Pleul/ZB
Dem Freibad bescheren die hohen Temperaturen einen guten Start in den Sommer. Die Hitze allerdings bringt nicht nur Freude. Archivfoto: Patrick Pleul/ZB FOTO: Z1022 Patrick Pleul
Spree-Neiße. Regelmäßig klettern die Temperaturen auf über 30 Grad. Es fällt kaum Regen. Das bleibt nicht ohne Folgen. Bäume leiden und sind auf Wasserspenden angewiesen. Von Daniel Schauff

Es ist heiß. Sehr heiß.

Regelmäßig sind die Temperaturen in Spree-Neiße in den vergangenen Tagen über die 30-Grad-Marke geklettert. Trotz wiederholten Unwetterwarnungen – von Regen war in den vergangenen Wochen kaum etwas zu sehen.

Den Grünflächen im Kreis tut das Wetter alles andere als gut. Am Mittwoch bittet Sprembergs Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos) um Wasserspenden der Bürger für die Stadtbäume in jeweiliger Grundstücksnähe. „Bitte spendieren Sie einem Baum vor Ihrem Haus oder in Ihrer Straße den einen oder anderen Eimer Wasser. Er wird es Ihnen mit frischer Luft und Schatten danken“, so die Bürgermeisterin, die in ihrer Mitteilung gleich noch interessante Fakten liefert.

Jungbäume bräuchten pro Woche rund 60 Liter Wasser, Altbäume mindestens rund 100 Liter. Bei über 20 000 Bäumen im Spremberger Stadtgebiet sei es für den Betriebshof nicht möglich, bei der Vielzahl anderer Aufgaben mit dem Wässern der Bäume nachzukommen.

Auch die Stadt Forst hat ihre Bürger aufgerufen, in der Hitzeperiode den Bäumen Wasser zu spenden. „Die Einsatzkräfte des städtischen Betriebsamtes und Helfer sind täglich dabei Grünanlagen, Sommerblumenflächen und - schalen sowie Jungbäume zu wässern. Jede weitere Hilfe wird gern angenommen und gebraucht“, heißt es in der Mitteilung der Stadtverwaltung.

Es sind derweil nicht nur die Bäume, denen die Hitze zu schaffen macht. Kreislaufprobleme seien zwar immer ein Thema, in der Hitzephase der letzten Tage treten die aber häufiger auf. Das bestätigt Silvio Kolaska vom Falck-Rettungsdienst in Guben.

FOTO: Falck Rettungsdienst GmbH

Die Probleme träten häufiger bei älteren Menschen auf und vor allem bei solchen, die alleine lebten und bei denen niemand darauf achtet, dass sie sich hitzegemäß verhielten. Trinken sei besonders wichtig, sagt Kolaska. Auch ein nasses Tuch im Nacken könne helfen, wenn der Kreislauf bei den Temperaturen nicht mehr mitmacht.

Gleich mehrfach mussten die Feuerwehren im Kreis in diesem Monat Waldbrände bekämpfen. In Krayne, Atterwasch und Lübbinchen hat es ebenso gebrannt wie in Groß Schacksdorf und Groß Bademeusel. Anfang Juni stand auch einmal mehr der Wald in der munitionsbelasteten Lieberoser Heide in Flammen. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr allerdings konnten die Einsatzkräfte den Brand rasch unter Kontrolle bringen.

In Spree-Neiße und Cottbus ist die Waldbrandgefahrenstufe mittlerweile auf fünf und damit auf den höchsten Wert geklettert. Zigarettenkippen oder Grillfeuer können zu gefährlichen Risikofaktoren werden. Aber auch der heiße Katalysator eines auf Wiesen oder Feldern geparkten Autos kann einen Großbrand verursachen, ebenso Glasabfälle, die bei starker Sonnenstrahlung wie Brenngläser wirken. Darauf weist unter anderem das Bundesamt für Bevölkerungsschutz hin.

FOTO: dpa / Patrick Pleul

Für die Freibäder in Spree-Neiße ist die Hitze dagegen ein Segen. In Guben etwa kamen seit Anfang Juni 3533 Besucher, fast 200 pro Tag, wie Stadtsprecherin Laura Böhme mitteilt. Mit Ferienbeginn dürften es noch deutlich mehr sein. Passt das Wetter, stehen die Türen schon ab zehn Uhr auf (bis 19 Uhr, Forst: neun bis 20 Uhr, Spremberg: zehn bis 19 Uhr).

FOTO: Frank Hilbert