Hintergrund war die bis gestern anhaltende Trockenheit in der Region.
Sollte sich die Situation nicht schnell verbessern, „werden wir in den nächsten Tagen die Abgabe der Talsperre womöglich noch weiter reduzieren müssen“ , sagte Genehr. Ein Abfluss um die fünf Kubikmeter pro Sekunde werde dann wahrscheinlich. Das Amt will damit ein zu schnelles Fallen des Wasserspiegels in der Talsperre verhindern.
Hilfe erhofft sich Genehr aus Sachsen: Zwar sind die vereinbarten 20 Millionen Kubikmeter Wasser, die aus den Talsperren Bautzen und Quitzdorf bei Bedarf nach Brandenburg geleitet werden, inzwischen verbraucht. „Doch es sind noch einige Kubikmeter drin“ , sagte Genehr nach Rücksprache mit den Wasserwirtschaftlern des Freistaates. Eine Reserve zwischen 4,5 und fünf Millionen Kubikmetern könne Brandenburg noch abrufen.
Derweil soll die Schließung so genannter Staugürtel den Abfluss aus dem Spreewald drosseln: In dieser Woche werden im Raum Burg Pfähle in Fließe gerammt, um mit den neuen Staustufen den Aderlass in den Fließen zu verlangsamen.
Der gestrige Regen hat die Situation nun geringfügig entspannt.