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| 01:47 Uhr

Weinbergfest in Grano zieht viele Gäste an

Lothar Müller, Mitglied des Gubener Weinbauvereins, bei einer Führung durch den Granoer Weinberg. Foto: kho
Lothar Müller, Mitglied des Gubener Weinbauvereins, bei einer Führung durch den Granoer Weinberg. Foto: kho FOTO: kho
Grano. Bei strahlendem Sonnenschein und spätsommerlichen Temperaturen haben sich am Samstagnachmittag rund 300 Besucher beim 5. Weinbergfest in Grano eingefunden, um den diesjährigen Federweißen und Federroten zu verkosten. kho

Zum herrlichen Wetter an diesem Tag mochte der ernüchternde Erntebericht Helmut Moelles, Vorsitzender des Gubener Weinbauvereins, nicht so recht passen: „Wir haben zwar erst vier Sorten geerntet, aber der Ertrag liegt dieses Jahr mit 35 bis 40 Prozent der Gesamtmenge des letzten Jahres – das sind circa 3500 Liter – hinter unseren Erwartungen zurück.“ Verantwortlich dafür seien Winterfrostschäden an den Knospen, von denen nur der Riesling verschont geblieben sei. „Dafür ist die Qualität des Weines aber wesentlich besser“, versicherte der Experte. Er erhofft sich einen nicht zu strengen Winter, da das die besten Voraussetzung für ein gutes Weinjahr 2010 sei. Dann will man wieder die Quote von 8000 Litern wie im Jahr 2008 erreichen. Nach Möglichkeit soll der Wein dann schon in der „Weinscheune Grano“ gekeltert werden (die RUNDSCHAU berichtete). „Der Fördermittelbescheid ist gekommen, in einem Jahr soll die Scheune fertiggestellt sein. Abgesehen vom Keltern dient sie auch als Bildungs- und Informationszentrum zum Niederlausitzer Weinbau.“

Sigrid Kreische (66) war extra aus Forst angereist, um das Weinbergfest zu besuchen. „Ich bin bereits das zweite Mal hier. Die Umrahmung des Festes ist super und die Initiative des Gubener Weinbauvereins anerkennenswert“, sagte die Rentnerin, die mit ihrer Familie gekommen war. Sie trinkt gerne Wein und kauft jedes Jahr in Grano ein. „Am besten schmeckt mir der Johanniter.“

Auch Heidi Bauer (59) verkostete den dargebotenen Wein, der sich ihrer Meinung nach mit den edlen Tropfen bewährter Anbaugebiete messen lassen kann. „Beim Weinbergfest bin ich das erste Mal“, sagte die Gubener Lehrerin. „Aber ich war sofort von der Anlage begeistert.“ Sie findet es zudem gut, dass die alte Tradition des Weinbaus in der Region wieder auflebt: „Das ist gut für die Gegend, vor allem für den Tourismus.“

Federweißer und Federroter wurden genauso angeboten wie Zwiebelkuchen, Schmalzstullen, Kaffee und Gebäck und Rundführungen auf dem Weinberg. Für eine passende musikalische Untermalung sorgten der Gemischte Chor Grano und der Stadtchor Guben. kho