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| 15:59 Uhr

Neues bei der Volkssolidarität
Wechsel im Begegnungszentrum

 Petra Dörl.
Petra Dörl. FOTO: lr / Engelhardt
Statt einer Leiterin gibt es bei der Volkssolidarität mit Petra Dörl nun eine Ansprechpartnerin.

Sie hat seit einigen Tagen im Begegnungszentrum der Volkssolidarität (VS) an der Berliner Straße das Sagen. Dabei verrät schon ihre offizielle Bezeichnung, dass bei Petra Dörl nicht die Rolle der Chefin an erster Stelle der Prioritätenliste steht, sondern dass vor allem ihre kommunikativen Fähigkeiten gefragt sind. Denn Petra Dörl ist nicht Leiterin der Einrichtung, sondern Ansprechpartnerin. Die will sie gleichermaßen für die Mitarbeiter des Hauses wie für die Mitglieder der VS sein. Petra Dörl ist damit die Nachfolgerin von Ramona Schliebus, deren befristeter Vertrag als Leiterin des Begegnungszentrums durch die Volkssolidarität Spree-Neiße nicht verlängert wurde.

Mit der VS ist Petra Dörl schon lange verbunden. In wenigen Wochen begeht sie ihr 25-jähriges Dienstjubiläum beim Verband. Und mit Einrichtungen wie der in Guben hat sie im benachbarten Forst reichlich Erfahrungen gesammelt, zunächst im einstigen Begegnungszentrum an der Cottbuser Straße, später in der Begegnungsstätte „Am Keuneschen Graben“, die aber im vorigen Jahr abgerissen wurde.

In Forst ist Petra Dörl auch weiterhin an zwei Tagen der Woche tätig, kümmert sich dort um die Mitglieder der VS. Im Gubener Begegnungszentrum hat sie dienstags bis donnerstags von 10 bis 14 Uhr Sprechzeit, „was nicht bedeutet, dass ich nur zu dieser Zeit im Haus bin“. An den Montagen steht Regine Schmidt vom Kreisvorstand der Volkssolidarität Spree-Neiße Besuchern zur Verfügung, am Freitag ist die Einrichtung nur nach Vorabsprache geöffnet.

Dass die aktuelle Situation im Begegnungszentrum durchaus kompliziert ist, ist Petra Dörl bewusst. Da ist auf der einen Seite der Rückgang der Besucherzahlen, den die Ansprechpartnerin unter anderem der Konkurrenzsituation in der Neißestadt zuschreibt. Schließlich gibt es in Guben gleich mehrere Einrichtungen, deren Zielgruppe die Senioren sind.

Zum anderen sei da „ein bisschen Verunsicherung“ bei den Besuchern des Hauses zu spüren, speziell bei jenen, die nahezu täglich in die Berliner Straße 35 kommen. Die kritisieren die fehlende Kontinuität in der Leitung des Hauses, nachdem die jahrelange Chefin Karin Gleitsmann, vielen noch unter dem Nachnamen Schmidt bekannt, im Herbst 2013 in den Ruhestand gegangen war. So kam es in den ersten Tagen der Dienstzeit von Petra Dörl durchaus vor, dass Besucher offen ihre ablehnende Haltung zum Ausdruck brachten: „Da wurde mir gesagt: Das lassen wir uns nicht gefallen.“

Petra Dörl sucht deshalb den Kontakt zu den regelmäßigen Besuchern und zu den Ortsgruppen der VS. „Wir wollen speziell unsere Mitglieder mobilisieren, wieder verstärkt unser Zentrum zu besuchen.“ Zu den altbewährten Programmpunkten sollen deshalb auch neue Angebote kommen. Schon für den 18. März wurde eine Veranstaltung „Tänze im Sitzen“ mit Renate Scheel neu aufgenommen. Auch Stuhlyoga oder Vorträge zu Gesundheitsthemen oder zu den Leistungen der VS könnten demnächst das Angebot bereichern.

Genauso wichtig ist für Petra Dörl aber auch die Verwaltungsarbeit. Da sind Abrechnungen zu erledigen, Absprachen mit Ämtern und Gespräche mit der Stadtverwaltung zu führen. „Unbedingt fortgeführt werden sollte das Projekt engagierte Stadt. Und auch im Seniorenbeirat sitze ich jetzt“, sagt sie mit einem Schmunzeln.

Dass dies alles zusammen eine große Aufgabe ist, ist Petra Dörl bewusst: „Natürlich ist das eine Riesenherausforderung. Und alles Neue braucht seine Zeit.“ Doch sie ist sich sicher, der Herausforderung gewachsen zu sein: „Wenn man sich um die Leute kümmert, werden sie das auch anerkennen.“