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| 01:26 Uhr

Wandern auf Lehrpfad Tauersche Eichen

Vom neuen Aussichtsturm am ebenso neuen Naturlehrpfad rund um Klein- und Großsee bietet sich der Blick auf das Weiße Lauch. Foto: Remus
Vom neuen Aussichtsturm am ebenso neuen Naturlehrpfad rund um Klein- und Großsee bietet sich der Blick auf das Weiße Lauch. Foto: Remus FOTO: Remus
Tauer. Nur eineinhalb Jahre haben zwischen Idee und Eröffnung des neuen Naturlehrpfades im Naturschutzgebiet Pinnower Läuche und Tauersche Eichen gelegen. Auf insgesamt zehn Kilometern bieten jetzt acht Stationen, Aussichtsturm und Wanderhütte Interessantes. Von Barbara Remus

Das Rascheln des Laubteppichs auf dem Naturlehrpfad “Tauersche Eichen„ zwischen Groß- und Kleinsee begleitet die Wandergruppe mit Forstleuten, Naturschützern und weiteren Gästen auf Schritt und Tritt. Erste Informationen zum Lehrpfad als Ganzes hat die Schautafel am Startpunkt Parkplatz Großsee vermittelt. Geschaffen haben diese und die weiteren sieben Informationstafeln die Mitarbeiter der Oberförsterei Tauer gemeinsam mit denen der Naturparkverwaltung Schlaubetal. Deren Leiter Wolfgang Renner macht aufmerksam, dass versucht worden sei, den Weg behindertenfreundlich zu gestalten. “Das gilt vor allem für das möglichst nahe Herankommen an die Informationstafeln„, ergänzt Revierförsterin Ute Steinberg. Der Weg selbst - teils einstige Panzerstrecke, zumeist Forstweg - wurde etwas begradigt, ist für Rollstuhlfahrer aber sicher nur bedingt geeignet. Arne Barkhausen, Leiter der Oberförsterei Tauer, erklärt dass Wegebau im Naturschutzgebiet eine Frage des Geldes sei. 18 000 Euro haben die Holzarbeiten für die Tafeln und den Aussichtspunkt des Lehrpfades gekostet.

Außer der Informationstafeln werden die Wandersleute nach einiger Zeit des Aussichtspunktes am Weißen Lauch ansichtig. Revierförster Michael Geist sagt, dass es in diesem Jahr unter Wasser gestanden hat. Schmatzende Geräusche gibt das Moos an einigen Stellen noch immer von sich. Mario Marschler, Leiter der Naturwacht des Naturparks Schlaubetal, macht auf Rosmarinheide, Sonnentau und Sumpfporst aufmerksam, die im Weißen Lauch beheimatet sind. Vom neuen Aussichtsturm am Randes des Lauchs bietet sich den Leuten eine Übersicht. Die Revierförster überlegen, wie dem Wachstum der Birke im Lauch außer mit regelmäßigem Entbuschen Einhalt geboten werden kann. Die Informationstafel erklärt, warum das Weiße Lauch ein besonderer Lebensraum ist. Etwas weiter erfährt der Wanderer von der ehemaligen militärischen Nutzung des Gebietes, an einer anderen Stelle kann er sich zur ökologischen Bewirtschaftung der Eichen belesen. An der Kreuzung der Wanderwege zwischen Klein- und Großsee lädt neben der Informationstafel zu den Tauerschen Eichen eine Wanderhütte zum Verweilen ein. Um mehr als 20 Meter wird sie von zwei etwa 300 Jahre alten, knorrigen Traubeneichen überragt. Wer aufmerksam ist, erfährt, welchen Umfang diese Baumriesen haben. Weiter führen die Wege entweder zur Waldschule am Kleinsee, wo jeweils Informationstafeln Auskunft geben. In anderer geht es zum Großsee, an dem ebenfalls zwei Tafeln naturkundliche Informationen für den Wanderer oder den Radler bereithalten.

Zum Thema:
Auf zwei Rundkursen kann der Naturlehrpfad begangen werden. Ein Rundkurs (etwa zwei Kilometer) führt um den Kleinsee, der andere um den Großsee (etwa vier Kilometer). Werden beide verbunden und der komplette Naturlehrpfad gegangen, sind es etwa zehn Kilometer. Die Parkplätze können jeweils Start und Ziel sein.