ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:04 Uhr

Gubener Grundschulen
Vorfreude auf neue Abc-Schützen

 Ob an der Corona-Schröter-Schule (l.) oder Friedensschule, an beiden Bildungseinrichtungen sieht man mit Vorfreude der bald ins Haus stehenden Anmeldung der künftigen Abc-Schützen entgegen.
Ob an der Corona-Schröter-Schule (l.) oder Friedensschule, an beiden Bildungseinrichtungen sieht man mit Vorfreude der bald ins Haus stehenden Anmeldung der künftigen Abc-Schützen entgegen. FOTO: Michèle-Cathrin Zeidler
Guben. Gubens Grundschulen sehen sich gut gerüstet für die künftigen Lernanfänger. Von Daniel Schauff und Thomas Engelhardt

118 Erstklässler werden ab August ihren regelmäßigen Schulweg zur Corona-Schröter- oder Friedensschule antreten. Eine gute Zahl, zumindest im Vergleich zum Vorjahr. Da konnte die Stadt nur 103 Lernanfänger vermelden. Endgültig feststehen werden die Zahlen allerdings erst Ende Februar, wenn die Anmeldetermine an den beiden verbliebenen Grundschulen in Guben vorüber sind. Derzeit rechnet die Stadt mit 62 Lernanfängern in der Unterstadt, nahe der Friedensschule also. 56 Schulstarter sind es nach aktuellem Stand in der Oberstadt, nahe der Corona-Schröter-Schule.

Das Besondere in Guben: Schulbezirke gibt es nicht. Das heißt: Nicht jedes Kind aus der Oberstadt muss auch die Corona-Schröter-Schule besuchen, nicht jedes aus der Unterstadt die Friedensschule. Für Eltern gilt also: freie Wahl. Und das – das haben die letzten Jahre gezeigt – hat nicht nur Vorteile.

Rückblende: 2017 wendet sich der Lehrerrat der Corona-Schröter-Schule an die RUNDSCHAU. Vorausgegangen war eine Idee, die aus der Stadtverwaltung kam und bei Stadtverordneten und nicht zuletzt Eltern heftige Kritik auslöste. Aufgrund der Kapazitätsprobleme an der Friedensschule und den verfügbaren Kapazitäten in der Corona-Schröter-Schule sollten einige Kinder „umgelenkt“ werden, gegen den Elternwunsch also die Schule in der Obersprucke besuchen. Immer wieder war auch vom schlechten Image der Corona-Schröter-Schule die Rede. Als „Russenschule“ werde sie betitelt, sagte Lehrerin und Lehrerratsmitglied Anett Türke. Dieses Bild stimme nicht. Vor allem deshalb hatte der Lehrerrat den Gang in die Öffentlichkeit gewagt. Offenbar eine gute Entscheidung.

Ja, der Artikel habe etwas gebracht, sagt Anett Türke jetzt und spricht von „ruhigerem Fahrwasser“, in dem sich die Schule befinde. Die Klassen liefen zweizügig und das sicher. Von den freien Kapazitäten, von denen zwei Jahre zuvor die Rede war, sei kaum noch etwas übrig. Dafür könne die Schule Fachräume schaffen. Das sei ein Unterschied zur Friedensschule, sagt Anett Türke, betont aber auch: Den Elternwunsch beeinflussen wolle sie nicht.

In den kommenden Jahren, sagt die Lehrerin, würden wieder mehr Kinder eingeschult, das sei prognostiziert – ein Vorteil für beide Schulen in Guben.

Gut gerüstet für die Zukunft sieht man sich auch an der Friedensschule. „Schließlich sind wir schon seit drei Jahren komplett dreizügig“, sagt Schulleiter Frank Müller. Aktuell besuchen 432 Mädchen und Jungen die Bildungseinrichtung, ähnlich viele sollten es dann auch mit Beginn des Schuljahres 2019/2020 sein.

Bis dahin freilich müssen noch die Arbeiten für den geplanten Umbau des Hortbereiches im Haus Schulstraße 8 erledigt werden. Dieser ist notwendig, weil die aktuellen Kapazitäten an Hortplätzen nicht ausreichend sind und es im Schulhaus selbst Doppelnutzungen von Räumen gibt.

Während man im Hort diese Lösung begrüßte, hat Schulleiter Müller seine favorisierte Idee vom An- oder Neubau auf dem Gelände der Schule noch nicht zu den Akten gelegt: „Das Konzept habe ich noch in der Tasche.“ Bereits im letzten Frühjahr hatte er geurteilt. „Mit der Vari­ante hätten wir an einem Standort in der Altstadt die Kita, den Hort und die Schule vereint.“