Von Thomas Engelhardt

Zwei Tage vor der Sitzung der Stadtverordneten hat am Montagnachmittag der Hauptausschuss wichtige Weichen für diese Beratung gestellt. Die RUNDSCHAU gibt an dieser Stelle einen Überblick über die wichtigsten Entscheidungungen.

Fortschreibung des Spielplatzkonzeptes: Das Konzept wurde dahingehend geändert, dass laut der neuen Version nun der Bau von Spielplätzen in Reichenbach und in Groß Breesen möglich wäre. Das Konzept enthält auch den Wunsch des Bürgervereins Kaltenborn, wonach der dortige Spielplatz in die Trägerschaft der Stadt übergehen soll. Für dieses überarbeitete Konzept sprachen sich neun Abgeordnete des Hauptausschusses aus.

Lediglich Gunnar Geilich (GUB-SPN) votierte dagegen. Er halte nichts von der Gießkannenmethode und sei für einige wenige und dafür attraktive Spielplätze im Stadtgebiet. „Zusätzlich Spielplätze bedeuten auch, dass die Bewirtschaftskosten steigen“, so Geilich.

Offen blieb während der Diskussion, ob der Ortsteil Groß Breesen weiter an seinem Wunsch nach einem eigenen Spielplatz festhält. Klar ist, dass der Ortsteil selbst noch ein entsprechendes Gestaltungs- und Finanzierungskonzept vorlegen müsste, ehe gebaut würde.

Aufsichtsräte der städtischen Gesellschaften: Hier steht die Zusammensetzung von zwei der drei Gremien bereits komplett fest. Im Aufsichtsrat der Gubener Wohnungsgesellschaft sollen künftig Karl-Heinz Mischer (CDU/FDP), Dirk Olzog (WGB), Klaus Schneider (SPD/Grüne), Gerhard Lehmann (Linke), Konstantin Benardos und Steffen Junge (beide AfD) sitzen.

In den Aufsichtsrat der Gubener Sozialwerke sollen Monika Birkholz (CDU/FDP), Bärbel Stöcker (Linke), Sirko Wolf (AfD) und Nancy Renz (SPD/Grüne) berufen werden. Zudem reicht WGB sein Mandat an GUB-SPN weiter. Diesen Sitz soll Herbert Gehmert einnehmen.

Bei den Städtischen Werken stehen bereits Karl-Heinz Mischner (CDU/FDP), Roland Prauser, Olaf Franz (beide AfD), Stefan Labahn (SPD/Grüne) und Steffen Janitz (WGB) als Vertreter ihrer Fraktionen fest. Die Linke muss diese Personalie bis zum Mittwoch noch klären.

Zuschüsse an Vereine der Stadt für ihre Arbeit: Fast 20 Anträge von Sport-, Kultur- und sozialen Vereinen wurden vom Hauptausschuss positiv beschieden. Bei der Mehrzahl handelt es sich um Zuschüsse, mit denen die Stadt die Nachwuchsförderung von Sportvereinen unterstützt. Dabei reicht die Palette von Fußball und Volleyball über Tennis und Schießen bis hin zu Pferdesport und Kampfsport. Zumeist handelt es sich um dreistellige Summen. Nur die mitgliederstarken Fußballvereine und der SV Chemie erhalten mehr Geld. In einem Fall handelt es sich aber auch nur um eine Förderung von 27 Euro.

Ebenfalls Zuschüsse erhalten der DRK-Kreisverband Niederlausitz für die laufende Projektarbeit im Selbsthilfe-Kontakt- und Informationszentrum, der Bürgerverein Reichenbach für sein Kinderfest sowie die Volkssolidarität Spree-Neiße und die Heilsarmee für Betriebskosten im Kulturzentrum Obersprucke beziehungsweise das Domizil der Heilsarmee im Brandenburgischen Ring.

Dienstwagen des Bürgermeisters: Hier entschieden sich bei drei Enthaltungen sieben Abgeordnete für die Beschlussvorlage. Diese regelt unter anderem den Gebrauch des Fahrzeugs im benachbarten Polen. Auf Antrag von Daniel Münschke (AfD) wird Bürgermeister Fred Mahro (CDU) noch eine Auflistung seiner Fahrten im Nachbarland in den letzten zwei Jahren nachreichen.