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Von 1000-jähriger Eiche bis Brandschneise

Gert Richter ist erfahrener Radwanderführer (l.). Bei hochsommerlichen Temperaturen kam die Gruppe erschöpft, aber glücklich in Bärenklau zum Mittagessen an.
Gert Richter ist erfahrener Radwanderführer (l.). Bei hochsommerlichen Temperaturen kam die Gruppe erschöpft, aber glücklich in Bärenklau zum Mittagessen an. FOTO: utr1
Guben. Zur vierten Radwanderführung dieses Jahres hatte am Samstag der Marketing- und Tourismusverein (MUT) Guben eingeladen. Es ist mittlerweile eine schöne Tradition, dass Radwanderführer Gert Richter Interessierte mitnimmt auf eine Radtour rund um die Gubener Region. Ute Richter / utr1

Nach der nördlichen Mühlentour, den blühenden Laßzinswiesen und dem Gubiner Land radelte der Radwanderführer dieses Mal zur 1000-jährigen Eiche nach Bärenklau.

Mit Treffpunkt am MUT in Guben führte Gert Richter die Männer und Frauen über Kaltenborn an den Deulowitzer See nach Kerkwitz. Dort liegt eher versteckt ein Denkmal für gefallene russische Soldaten, zu dem Richter einiges zu erzählen wusste. Von dort aus radelten die Gruppe unter vor der Sonne schützenden Bäumen nach Grabko, wo Station am Pastlingsee gemacht wurde. Vorbei am Kalpinsmoor bei Drewitz machten sich die Radwanderer dann auf den Weg Richtung Bärenklau. Dabei wurde das Waldbrandgebiet von 1993 auf Heidewegen durchfahren. "Eine fünf mal zehn Kilometer breite Schneise hat der Waldbrand damals geschlagen und kam erst kurz hinter der B 97 zum Stehen. Noch heute sind die Hinterlassenschaften des Brandes zu sehen", so Gert Richter.

In Bärenklau stärkte sich die Gruppe bei "Schneiders Jägerstübchen" beim Mittagessen, bevor sie sich die 1000-jährige Eiche am Rande des Ortes anschaute. Diese ist seit 1930 eingetragenes Naturdenkmal. 8,52 Meter misst das stolze Exemplar, welches vom Alter gezeichnet ist.

Zurück ging es für die Radwanderer über die Bespannungsstelle am Schwarzen Fließ, über Vorwerk, die ehemalige Untermühle über Atterwasch und Deulowitz Richtung Heimat.

Für die Radler war dieser Tag trotz der Anstrengung bei den hochsommerlichen Temperaturen sehr informativ und von der Schönheit der Natur geprägt. Stolze 50 Kilometer haben sie am Samstag mit dem Fahrrad zurückgelegt.

Und der eine oder andere wird ganz sicher auch bei der nächsten Radtour mit dabei sein. Am 26. August geht es zur blühenden Reicherskreuzer Heide. Start ist um 10 Uhr am MUT in Guben.