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| 19:50 Uhr

Volkstrauertag
Stilles Gedenken am Hochkreuz

Traditionell werden am Volkstrauertag am Hochkreuz auf dem Westfriedhof Kränze niederlegt und der Toten gedacht.
Traditionell werden am Volkstrauertag am Hochkreuz auf dem Westfriedhof Kränze niederlegt und der Toten gedacht. FOTO: Ute Richter
Guben. In Guben liegen 443 Kriegstote auf den verschiedenen Kriegsgräberstätten. Von Ute Richter

(utr) Zur Gedenkveranstaltung am Volkstrauertages haben sich am Samstag  Vertreter der Stadt, von Kirchengemeinden und der Bundeswehr getroffen. Gemeinsam ging es zum Hochkreuz auf dem Westfriedhof. Mit gedenkenden und mahnenden Worten wurde an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft aller Nationen, von Vertreibung und Verfolgung erinnert. Ansprachen hielten Gubens Bürgermeister Fred Mahro, sein Stellvertreter Uwe Schulz und Wilkestift-Rektor Markus Müller. „Nie vergessen, nie schweigen, immer gedenken“, so Mahro. „Wir müssen mit solchen Veranstaltungen dafür sorgen, dass derartiges Leid nicht mehr passiert“, ergänzte er.

 Uwe Schulz sagte, dass es in Guben 443 Kriegstote auf den verschiedenen Kriegsgräberstätten gibt. Es sei wichtig, der Toten zu gedenken. Deshalb pflegt die Stadt aus historischer Verpflichtung diese Kriegsgräberstätten. Schulz zählte die Aktivitäten, die in diesem Zusammenhang stehen, auf. So zum Beispiel das Benefizkonzert des Brandenburger Landespolizeiorchesters, dessen Erlös dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zu Gute kommt. Völkerverständigung zu leben, sei heute sehr wichtig, und Guben und Gubin machen das seit Jahren. Zum Beispiel beim deutsch-polnischen Reservistentreffen, bei der Katastrophenschutzübung, beim Oderlandmarsch und beim Gedenken zum Kriegsende.

Rektor Markus Müller sagte: „Trauer und Tränen sind der Anlass für das heutige Gedenken.“ Doch auch wenn die Tränen getrocknet zu sein scheinen, gebe es immer noch viel Leid und Elend durch Kriege auf dieser Welt. Den vielen Toten sowie den Hinterbliebenen galt das Gebet am Hochkreuz.

Die Worte zum Totengedenken sprach traditionell Oberstleutnant Stefan Giebler, Leiter des Kreisverbindungskommandos Spree-Neiße. Er erinnert an die Opfer von Gewalt und Krieg, an Männer und Frauen aller Völker, die verfolgt oder getötet wurden, an die vielen Flüchtlinge, an die Bundeswehrsoldaten, die im Dienst für ihr Land ihr Leben lassen mussten. Musikalisch umrahmt wurde die Gedenkveranstaltung von Bläsern der Musikschule Guben.

Traditionell werden am Volkstrauertag am Hochkreuz auf dem Westfriedhof Kränze niederlegt und der Toten gedacht.
Traditionell werden am Volkstrauertag am Hochkreuz auf dem Westfriedhof Kränze niederlegt und der Toten gedacht. FOTO: Ute Richter