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| 19:45 Uhr

Interview mit Simone Klotz
Vielleicht könnte es wieder das Apfelbäumchenpflanzen geben

Simone Klotz ist die 24. Gubener Apfelkönigin.
Simone Klotz ist die 24. Gubener Apfelkönigin. FOTO: Ute Richter
Guben. Die neue Apfelkönigin entschloss sich spät zur Kandidatur – und will Lust auf das Amt machen.

In diesem Jahr war ja alles etwas anders. Bis zum Schluss war geheim, wer die neue Apfelkönigin wird. Denn es gab nur eine Bewerberin, Simone Klotz. Die gelernte Textilfacharbeiterin ist dreifache Mutter, hat einen Enkel, und engagiert sich seit längerer Zeit im Verein „Gubener Tuche und Chemiefasern“.

Frau Klotz,  wie haben Sie das Appelfest erlebt?

 Es war ein wunderschönes Wochenende. Es war bewundernswert zu sehen und zu hören, wie die Mitarbeiter von Marketing und Tourismusverein dieses Appelfest zu einem unvergesslichen Erlebnis werden ließen.

 War es für Sie schwierig, sich nicht zu erkennen zu geben?

 Es wäre geschwindelt, wenn ich diese Frage mit Nein beantworten würde. Es hat in mir gebrannt, allen Leuten zu sagen: Ich bin die diejenige, die die Tradition der Gubener Apfelkönigin weiterführt.

In der Nachbetrachtung wäre es vielleicht doch günstiger gewesen, wenn mehrere den Mut aufgebracht hätten, sich  für dieses Ehrenamt zu bewerben.  Die ehemaligen Bewerberinnen haben ja stets den Sonntag mit Majestäten aus anderen Städten verbracht.

Wie war das bei Ihnen?  

Da es in diesem Jahr ein Geheimnis war, hatte ich leider nicht die Möglichkeit, am Treffen der Gastmajestäten teilzunehmen. Aufmerksame Beobachter hätten womöglich das Geheimnis gelüftet. Dieses Treffen habe ich aber von weitem beobachten können.

 Wann haben Sie sich entschlossen, Apfelkönigin zu werden?

 Vor vielen Jahren hatte ich eigentlich schon den Wunsch, mich zu bewerben: Ich habe mich aber nie so richtig getraut. Im Jahr 2013 hatte ich schon mal den ersten Schritt ins Büro des Marketing und Tourismusvereins gemacht und mich informiert, aber dabei ist es dann auch geblieben. Bei der Krönung der 23. Apfelkönigin 2017 ist mein Wunsch, auch da oben zu stehen, größer geworden. Erst 14 Tage vor dem schon verlängerten Bewerbungsschluss, als ich in der Presse lass, dass verzweifelt Kandidaten für das Ehrenamt der Gubener Apfelkönigin gesucht werden, habe ich mich dann beworben. Ich sagte mir, jetzt oder nie, und bewarb mich mit dem Gedanken, einmal dabei zu sein. Der Weg ist das Ziel.

Warum haben Sie sich überhaupt für das Ehrenamt beworben?

Ich möchte, dass diese wunderschöne Tradition der Gubener Apfelkönigin  noch viele Jahre weiter geführt wird. Unter anderem liegt mir auch sehr viel daran, dass unseren Kindern und allen interessierten Gästen die einzigartige Gubener Geschichte vermittelt wird. Wir haben in unserer Stadt wunderschöne Möglichkeiten, sich anschaulich über das Werden unserer Stadt zu informieren. Im Marketing und Tourismus e.V. , im Stadt- und Industriemuseum und in den Ausstellungen des Vereins „Gubener Tuche und Chemiefasern“ werden liebevolle Einblicke gewährt und die ein oder andere Anekdote erzählt.

Wie blicken Sie auf die nächsten 365 Tage als Majestät?

Ich blicke nach vorn und versuche, alles mitzunehmen und es zu genießen.

Was haben Sie sich für die Amtszeit vorgenommen?

Vielleicht gelingt es mir, das Ehrenamt der Gubener Apfelkönigin zu einem Wunsch vieler Gubener zu machen und das Apfelbäumchenpflanzen wieder zu beleben. Desweiteren werde ich mal schauen, was noch so möglich ist.

Haben Sie schon eine Vorstellung, wie Ihr Kleid, welches ja jede Apfelkönigin bekommt und sich selbst aussuchen kann, aussehen soll?

Vorstellungen habe ich schon, aber so geheimnisvoll wie ich zur Krönung als 24. Apfelkönigin warten musste, so geheimnisvoll soll auch mein Gewand bleiben bis zur Vorstellung.

Was ist Ihnen noch wichtig, den Gubenern mitzuteilen?

 Habe Hoffnung, aber niemals Erwartungen. Dann erlebst Du Wunder, aber niemals Enttäuschungen.

Mit Simone Klotz
sprach Ute Richter.