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| 14:09 Uhr

Frühlingsfest
Viel Beifall für „Abräumer“ und Ehrenamtler

Leichtathletin Johanna Schade-Herow bekommt von Bürgermeister Fred Mahro den Publikumspokal überreicht. Die Zwölfjährige ist auch Beste Nachwuchssportlerin des Jahres 2017.
Leichtathletin Johanna Schade-Herow bekommt von Bürgermeister Fred Mahro den Publikumspokal überreicht. Die Zwölfjährige ist auch Beste Nachwuchssportlerin des Jahres 2017. FOTO: LR / Silke Halpick
Guben. Gubener Sportler des Jahres 2017 sind gekürt. Preise gibt es in acht verschiedenen Kategorien. Von Silke Halpick

Die „Abräumerin des Tages“, wie es Moderatorin Jasmin Schomber nennt, ist Johanna Schade-Herow. Die Zwölfjährige wird beste Nachwuchssportlerin und gleichzeitig Publikumsliebling bei der Wahl des Sportlers des Jahres 2017. Die Preisverleihung findet traditionell im Rahmen des Frühlingsfestes statt. Die RUNDSCHAU prämiert die besten Nachwuchsathleten.

Ein paar Bekannte habe sie schon animiert, die Stimme für sie abzugeben, räumt Johanna auf der Bühne ein. Jasmin Schomber beruhigt sie, dass das schon erlaubt sei. Erst am vergangenen Montag habe sie von ihrer Nominierung erfahren und sich seitdem auf die Auszeichnungsveranstaltung gefreut, erzählt Johanna weiter. Dass es allerdings gleich zwei Pokale werden, damit habe sie nicht gerechnet.

Schon seit ihrem fünften Lebensjahr trainiert Johanna Schade-Herow Leichtathletik bei Hildegard Petter, der Trainerlegende des SV Chemie Guben. „Meine ganze Familie macht Sport“, sagt sie. Schon Oma, Mutter und Tante seien durch Petters Schule gegangen. Die 89-Jährige steht im Publikum und schaut dem Triumph ihres Schützlings lächelnd zu.

Ganz besonders liegen der Gubenerin die Disziplinen Weitsprung und Sprint, wie sie sagt. In diesen beiden Disziplinen sowie im Mehrkampf erreicht sie auch die Normen für den Kadernachwuchs in Brandenburg. Ab September 2018 wird Johanna auf die Sportschule in Cottbus gehen.

Ob er nicht auch gern so einen Pokal als Publikumsliebling hätte, fragt Schomber den Gubener Bürgermeister Fred Mahro (CDU). Der winkt nur ab. „Ich habe die Wahl gewonnen, das ist mir viel lieber“, sagt er. Dafür bekommt er Applaus von den mehreren Hundert Zuschauern, die zu dem Spektakel am Samstagnachmittag gekommen sind.

Mit dem Titel „Sportler des Jahres“ werden Aktive ausgezeichnet, die durch ihre sportlichen Erfolge die Neißestadt positiv nach außen präsentieren. Der von der Stadt initiierte Wettbewerb erlebt in diesem Jahr seine sechste Auflage. Eine Fachjury, an der auch die Sportvereine beteiligt sind, trifft die Entscheidung. Nominiert wurden insgesamt 20 Sportler.

Die größte Konkurrenz gibt es in der Kategorie „Bester Nachwuchssportler“. Hierfür sind gleich sechs Vorschläge eingegangen. Durchsetzen konnte sich letztlich Jannes Alexander Grottke, ebenfalls Leichtathlet. Bei den Landesmeisterschaften schaffte er im Mehrkampf, Weitsprung sowie Hochsprung jeweils den fünften Platz.

Völlig konkurrenzlos ging hingegen Paul Egert, Fußballer beim 1. FC Guben, für den Bereich als „Bester Sportler“ ins Rennen. Andere Vereine hatten auf Nominierungen verzichtet, weil es keine herausragenden Leistungen gab, wie es heißt.

Besonders viel Beifall gibt es für die Ehrenamtler. „Ohne die nichts läuft“, wie Mandy Große, Fachbereichsleiterin für Jugend und Sport im Rathaus, betont. Nach seiner Motivation befragt, antwortet Siegfried Merkel: „Jemand muss es machen und ich mache das gern.“ Merkel spielte in seiner Jugend selbst Handball, kam über seinen Sohn zum 1. FC Guben als Betreuer und ist dort jetzt Verantwortlicher der Handwerkergruppe.

Für Heike Schemainda, Leiterin der Abteilung Leichtathletik des SV Chemie Guben, ist es „einfach toll, Erfolg zu haben“. Und Grit Sebastian, Schwimmübungsleiter beim SV Chemie, sagt: „Ich selbst habe von klein auf Sport gemacht, das will ich auch den nächsten Generationen ermöglichen.“