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| 02:35 Uhr

Verloren – gefunden

Man kann die Zahl kaum fassen: Jahr für Jahr werden etwa 50 000 Kinder in Deutschland vermisst gemeldet. Was für eine Not, wenn ein Kind weg ist! Da mischen sich dramatische Aktivität, Panik und Verzweiflung mit Momenten der Hoffnung, denn 98 Prozent der Kinder tauchen ja irgendwann wieder auf.

Oft haben sie es nicht einmal geahnt, dass sie gesucht wurden. Wenn Eltern ihr Kind dann wieder in die Arme schließen können, ist ihr Glück grenzenlos.

Die biblischen Texte zum Sonntag zeigen uns Gott als Vater, der auf der Suche ist nach uns verlorenen Menschen. Und auch hier gilt: Die meisten ahnen ja nicht einmal, dass sie verloren sind, geschweige denn, dass Gott sie sucht. Wir haben unsere ewige Heimat bei Gott vergessen und versuchen, so gut es geht, hier und jetzt glücklich zu werden. Nur manchmal, in den stillen Momenten, wundern wir uns, dass das Glück nur so flüchtig und kurz ist.

Jesus erzählt in der Bibel die Geschichte von der Heimkehr solch eines verlorenen Kindes. Der spannendste Moment dabei ist für mich der: Als der Sohn sich aufmacht und gerade so am Horizont zu erkennen ist, heißt es vom Vater, dass er seinem Sohn entgegenläuft. Er hat also täglich Ausschau nach ihm gehalten. So ist es: Wo Menschen nach Gott suchen, stoßen sie auf einen liebenden Gott, der ihnen gleichsam mit offenen Armen entgegengelaufen kommt.

Jesus Christus sagt im Wochenspruch (Lukas 19): "Ich bin gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist." Wo er uns erreicht, finden wir inneren Frieden, der das Leben auch in Krisenzeiten trägt. Er schenkt uns Heimat in einer Hoffnung, die stärker ist als der Tod.