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Verein in Grano lud zur Probe seines Jungweins ein

Karl-Heinz Schmollke, die Jungs der AG Weinbau vom Gymnasium mit Betreuerin Evelin Schulz, Vereinsvorsitzender Dietmar Heinz und Nachwuchswinzer Johannes Pfeifer sind stolz auf den Granoer Wein.
Karl-Heinz Schmollke, die Jungs der AG Weinbau vom Gymnasium mit Betreuerin Evelin Schulz, Vereinsvorsitzender Dietmar Heinz und Nachwuchswinzer Johannes Pfeifer sind stolz auf den Granoer Wein. FOTO: utr1
Grano. Erstmals öffentlich vorgestellt wurde der neue Granoer Wein von Kellermeister Mario Hornauer im Rahmen der Jungweinprobe am Samstag in der Weinscheune Grano. In insgesamt 7200 Flaschen ist der Jahrgang 2014 des Granoer Weines jetzt abgefüllt. utr1

"Wir konnten alle Sorten zum optimalen Zeitpunkt ernten", sagte Dietmar Heinze, Vorsitzender des Gubener Weinbauvereins. Rund fünf Tonnen Reben wurden per Hand auf dem knapp einen Hektar großen Weinberg in Grano gepflückt und anschließend in der vereinseigenen Kelterei weiterverarbeitet.

"Es ist ein sehr interessanter Jahrgang", sagte Heinze. "Wir profitieren hier vom kontinentalen Klima." Sechs Weiß- und vier Rotweinsorten bieten die Hobbywinzer an. Und die Besucher bekamen gleich am Einlass den Regent rose zum Probieren.

Fachliche Unterstützung erhalten die Granoer Winzer ab Mai von Johannes Pfeifer. Der 26-Jährige hat Weinbau studiert und großen Gefallen daran gefunden. "Es ist ein breites Spektrum an Arbeiten und ein erhebendes Gefühl, wenn der Wein fertig ist" sagt er. Dank des Vereins zur Förderung des Weinbaus in der Niederlausitz wird der junge Mann dann drei Mal in der Woche die Weinscheune in Grano öffnen.

Und auch um Nachwuchs müssen sich die Granoer Winzer keine Sorgen machen. Seit einigen Jahren ist die Arbeitsgemeinschaft Weinbau am Pestalozzi-Gymnasium unter Leitung von Bio- und Chemielehrerin Evelin Schulz großer Unterstützer der Hobbywinzer. Thomas Laugks und Lukas Pusch erzählen, dass sie alle Arbeiten, die übers Jahr rund um den Wein anfallen, mitmachen. Auch beim Pressen und Keltern seien sie dabei. Es mache ihnen großen Spaß, weil es mal etwas ganz anderes sei und man sich viel an der Natur aufhalte.

Der Weinbauverein Guben verschreibt sich seit dem Jahr 2003 der Wiederbelebung der Gubener Weinbautradition.