hat am Freitagnachmittag Richtfest für die ehemalige Gutsscheune in Grano gefeiert. Seit Frühjahr wird das Haus umfassend saniert und ausgebaut. Insgesamt sind Kosten in Höhe von 580 000 Euro veranschlagt. Gefördert wird das Projekt unter anderem mit Geld aus der Europäischen Union und dem Land Brandenburg.

Noch im Herbst soll dort bereits der erste Wein gekeltert werden. Das Besondere daran sei, dass den Winzern dabei durch eine Glasscheibe zugesehen werden kann, sagte Helmut Moelle, Vorsitzender des Vereins Gubener Weinbau, der das Gebäude, das sich auf etwa 150 Quadratmeter erstreckt, hauptsächlich nutzen soll. Der Verein hatte im Jahr 2004 den ersten Wein in Grano angebaut. Damals war gar nicht daran zu denken, dass so etwas wie hier einmal entstehen werde, so Moelle.

“Mit dem Richtfest haben wir einen Meilenstein erreicht„, sagte Veit Kalinke, Vorsitzender des Fördervereins Niederlausitzer Weinbau. “Damit beleben wir einerseits ein altes Kulturgut hier in Grano.„ Zum anderen solle es sich zu einem Kompetenzzentrum für die Vermittlung der Weinbaukultur entwicklen. Daran hat auch Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger (CDU) keine Zweifel. Zudem werde damit der Tourismus in der Region aufgewertet. “Wir haben viele Radwege im Kreis. Mit der Weinscheune gibt es bald einen weiteren Punkt, den die Touristen ansteuern können„, so Altekrüger.

Sein Parteikollege Peter Jeschke, Bürgermeister von Schenkendöbern, freute sich, dass die Gemeinde eine alte Bruchbude losgeworden ist. “Wir hätten sie wahrscheinlich abgerissen.„ Das Vorhaben des Weinbau-Fördervereins soll nicht die letzte Investition in Grano sein. So haben die Gemeindevertreter beschlossen, dass das alte Schloss nebenan zum Haus der Generationen werden soll.