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Untreue-Prozess gegen Ex-Chef von städtischen Gubener Firmen

Ein Verhandlungssaal im Landgericht von Cottbus. Foto: Patrick Pleul/Archiv
Ein Verhandlungssaal im Landgericht von Cottbus. Foto: Patrick Pleul/Archiv
Cottbus / Guben. Am Freitagvormittag hat am Landgericht Cottbus der Prozess gegen den ehemaligen Geschäftsführer der Gubener Wohnungsgesellschaft mbH (Guwo) und der Gubener Sozialwerke (GSW) begonnen. Die Anklage der Schwerpunktstaatsanwaltschaft Neuruppin wirft dem 46-Jähriger vor, zum eigenen Vorteil in die Kassen der beiden kommunalen Unternehmen gegriffen zu haben.

Der dabei verursachte Schaden soll insgesamt rund 600 000 Euro betragen. Außerdem wird ihm laut Anklage zur Last gelegt, er habe versucht etwa 200 000 Euro Steuern zu hinterziehen. Ihm droht angesichts der Vielzahl der Vorwürfe und der Schadenssumme eine mehrjährige Haftstrafe. Im Juni 2013 waren Wirtschaftsprüfer der Guwo auf Unstimmigkeiten gestoßen. Es folgten eine Tiefenprüfung und die fristlose Kündigung des Geschäftsführers in beiden kommunalen Unternehmen. Zwei Monate nach dem ersten Verdacht durchsuchte die Staatsanwaltschaft das Privathaus des gekündigten Firmenchefs in Cottbus und nahm ihn kurzzeitig fest. Nach einem teilweisen Geständnis wurde der Haftbefehl gegen ihn gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Seit Juli 2014 lag die Anklage gegen ihn am Landgericht Cottbus vor. sim