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Unterm Hammer: Stadt versteigert Fahrräder

Markolf Janeck (l.), Azubi der Stadtverwaltung, übergibt ein Mountainbike an den neuen Besitzer.
Markolf Janeck (l.), Azubi der Stadtverwaltung, übergibt ein Mountainbike an den neuen Besitzer. FOTO: Halpick
Guben. (sha) Alle 15 angebotenen Fahrräder sind bei der gestrigen Fundsachenversteigerung der Stadt Guben an den Mann beziehungsweise die Frau gebracht worden. Über dieses Ergebnis freut sich auch Adelheid Wunsch, Leiterin des Servicecenters.

Sie schwang den Hammer bei der Auktion. Der Erlös kommt der Stadtkasse zugute.

"Star" des Nachmittags war ein türkisfarbenes Damenfahrrad der Marke Pegasus, das "aussieht wie neu", wie Wunsch betonte. Das Anfangsgebot lag bei 40 Euro, mehrere Interessenten trieben den Preis in die Höhe. Für 148 Euro wurde es von einer Gubenerin ersteigert. "Meine Schwester hat genau dasselbe in Rot. Neu kostet es zwischen 400 und 500 Euro", erzählte sie. Manche der Auktionsteilnehmer ersteigerten gleich mehrere Objekte. "Ich habe einen Freund in Berlin, der ein billiges Fahrrad braucht, damit er sich nicht ärgert, wenn es gestohlen wird", erzählte ein Mann.

Die meisten der versteigerten Fahrräder stammen von der Polizei. Es handelt sich um Diebesgut, das keinem Besitzer zugeordnet werden konnte. Nach einer Aufbewahrfrist von einem halben Jahr kommen die Objekte unter den Hammer. Die Zahl der Fundräder nimmt aber stetig ab, deshalb gibt es auch noch keinen Termin für die nächste Auktion.