ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 11:39 Uhr

Unerwartet gute Ausbeute nicht nur zu Hause

Eisenhüttenstadt.. Es war das Oberliga-Jahr des EFC Stahl. Nach einem neunten und elften Rang belegten die Eisenhüttenstädter den fünften Platz. „Das war ein ideales Jahr für uns“ , weiß auch EFC-Trainer Harry Rath. Hagen Bernhard (moz)

„Der einzige Makel ist das völlig unnötige Ausscheiden aus dem Landespokal in Kolkwitz.“ Da hatte der EFC im Viertelfinale den Landesligisten wohl ein bisschen unterschätzt.
In der Tat. Während der fünfte Platz in der Oberliga hinter den vier „Großen“ FC Schönberg, Hertha BSC/Amateure, Hansa Rostock/Amateure und Tennis Borussia lediglich das sportliche Ansehen der Stahlstädter in der Nord-Staffel aufpoliert hat, trifft das Pokal-Aus den EFC Stahl in finanzieller Hinsicht sehr hart. So wird anstelle des Vorjahressiegers EFC der Verbandsligist Ludwigsfelde in der ersten Runde den Bundesligisten Werder Bremen empfangen und die Fernsehgelder kassieren.
Im August hatte der EFC gegen eben diesen Gegner seine damals schon nicht üppig gefüllte Vereinsschatulle etwas aufgefüllt. Auch das 0:1 war für den Viertligisten aller Ehren wert.
Unmittelbar vor dem Werder-Spiel platzte dann mit dem Auswärtssieg in Rathenow der Knoten. Zum 2:0 hatte Carsten Moritz beide Treffer beigesteuert, der auch in weiteren Spielen einige Siegtore erzielte. Während ihm in der Saison zuvor bei Fernschüssen oft das Glück versagt blieb, gelangen dem kampfstarken Routinier einige Treffer der Marke „Tor des Monats“ . Für Rath ist er als Antreiber im Team nach wie vor unersetzbar.
Bereits zur Winterpause hatte der EFC den Klassenerhalt sicher. Obwohl die Stahlstädter aus finanziellen Gründen in der Vorbereitung auf die Rückrunde auf ein Trainingslager verzichteten, verbesserten sie im April und Mai sogar noch die Punktausbeute im Vergleich zur Hinrunde.
Die Erfolge führt der Trainer vor allem auf seine funktionierende Verteidigung mit den Torhütern Kevin Fettke und Robert Reschke sowie den Manndeckern Markus Schadrack und Daniel Leppin zurück. „Da konnten wir als Libero einsetzen, wen wir wollten, die Abwehr stand.“
In den Heimspielen entwickelte sich der EFC zur Macht, besiegte dabei sogar die individuell wesentlich besser besetzten Hansa Rostock/Amateure und Tennis Borussia. Heim-Patzer wie das 1:6 gegen Spitzenreiter Schönberg und das 2:5 gegen Türkiyemspor waren Ausrutscher. „Da versuchten wir mitzuspielen und wurden klassisch ausgekontert“ , so Rath.
Doch Schwächen zeigten selbst die Spitzenteams. Den fünften Platz führt Rath vor allem auf einen Leistungssprung der Anschlussspieler zurück. „Die Mannschaft hat längere Ausfälle solcher Leistungsträger wie Moritz, Schwake, Keipke und Jager kompensiert.“
Im Angriff war Grzegorz Pawluszek eine „Bank“ , für EFC-II-Trainer Günter Kasel der beste Stahl-Stürmer der letzten Jahre. Mit 15 Treffern gelang ihm seine beste Ausbeute, seitdem er vor vier Jahren vom FC Homburg in die Stahlstadt wechselte.
Insgesamt legte der EFC angesichts seiner Möglichkeiten eine optimale Punktspiel-Saison hin, die sich angesichts der vielen Abgänge demnächst wohl kaum wiederholen lassen dürfte. Dabei würde solch ein fünfter Rang in zwei Jahren locker für die Qualifikation zur neuen eingleisigen NOFV- Oberliga reichen, was eigentlich auch das Ziel von Harry Rath ist.