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Chorjubiläum
Vom Volkslied bis zu Operettenmelodien

Ja, er singt noch: Der Seniorenchor der Volkssolidarität in Guben feiert sein 30-jähriges Bestehen.
Ja, er singt noch: Der Seniorenchor der Volkssolidarität in Guben feiert sein 30-jähriges Bestehen. FOTO: Silke Halpick / LR
Guben. Gubener Seniorenchor der Volkssolidarität feiert 30-jähriges Bestehen mit zahlreichen Fans und Unterstützern. Von Silke Halpick

Mit mehr als 70 Gästen hat der Seniorenchor der Volkssolidarität in Guben am Mittwoch sein 30-jähriges Bestehen gefeiert. Zum Repertoire der 27 Sänger unter der Leitung von Danuta Kaczmarek gehören mehr als 500 Lieder, neben Folklore werden auch Schlager und Operettenmelodien gesungen.

In Anlehnung an den legendären Hit der Randfichten trällerten die Senioren dann auch gleich gemeinsam „Ja, er singt noch, er singt noch, ...“ Gemeint war natürlich der Chor, der 1988 gegründet wurde und noch immer bis zu 15 Konzerte jährlich gibt. Die 83-jährige Martina Reimann ist seit 26 Jahren dabei und die dienstälteste Sängerin.

Bei 77 Jahren liegt das Durchschnittsalter der Chormitglieder, wie der Vorsitzende Hans Nerlich erzählt. Zu den Höhepunkten der Chorgeschichte zählt unter anderem der Auftritt im Friedrichstadt-Palast in Berlin im Jahr 2002. Damals musste DDR-Fernsehstar Dagmar Frederic die Gubener Sänger beruhigen, weil „alle Lampenfieber hatten“, wie Nerlich berichtet. Gesungen wurde aber auch in Hamburg, Prag, Wien, Karlovy Vara (Karlsbad) und Passau.

Für sein Engagement ist der Chor im Jahr 2014 mit der Ehrenurkunde des Brandenburgischen Seniorenrates ausgezeichnet worden. Die Preisübergabe durch den Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) bezeichnet Nerlich als „große Ehre“.

Seit 2011 wird der Seniorenchor der Volkssolidarität von der Polin Danuta Kaczmarek geleitet. „Die Sprache ist überhaupt kein Problem“, sagt Chormitglied Veronika Elsholz, die unter anderem beim Übersetzen hilft. Der Chor singt deutsche und polnische Lieder und will auch weiterhin an der Tradition der Frühlings-, Herbst- und Weihnachtskonzerte festhalten. Auch zur Freude der Menschen, die „schon viele Jahre unsere Fans“ sind, betont Nerlich. Geprobt wird jeden Montag um 14 Uhr im Begegnungszentrum der Volkssolidarität. Hier ist das Domizil des Vereins.