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Trost aus dem Supermarkt

Als Kleingärtner kann man es sich mitunter nicht einmal selbst recht machen. Vorige Woche zum Beispiel war die Sache mit den Eisheiligen vom 11. bis 15. Mai. Bevor die durchgezogen sind, soll man ja bekanntlich keine Bohnen legen. B. Remus

Aber weil Wochenende war und das Wetter schön, kamen die Stangenbohnen trotzdem in die Erde. Bis jetzt war das kein Fehler.
Aber dann waren da noch die Tomaten. Voriges Jahr hatte ich es geschafft, sie akkurat an einem Maientag zu pflanzen, dem eine eisheilige Nacht folgte. Die Pflänzchen kriepelten den ganzen Sommer vor sich hin. Dieses Mal wartete ich schön die unselige Gefolgschaft der Heiligen ab. Just am vergangenen Sonnabend kamen unsere drei Tomatenpflanzen in die vorbereitete Gartenerde. Kalt wurde es den Pflänzchen bis gestern Morgen nicht unbedingt. Aber die superwindigen Abendstunden mit dem peitschenden Regen setzten ihnen arg zu. Die eigene Tomatenernte scheint damit wieder in weite Ferne gerückt. Aber mein Mann brachte am Wochenende vorsorglich Tomaten aus dem Supermarkt mit - so als Trost für potenzielle Ertragsausfälle.