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| 01:04 Uhr

Traumhochzeiten ausgebucht

Guben.. Das Gubener Standesamt ist gefragt. Das zeigen die Statistiken für 2004. Von der Geburtsurkunde über das Ehefähigkeitszeugnis bis hin zur Sterbeurkunde: Die Arbeit von Andrea Soppa und Evi Schilling umfasst alle Stationen menschlichen Lebens. Melanie Longerich

92 Paare gaben sich im vergangenen Jahr im Ludwig-A.-Meyer-Haus das Ja-Wort. Aufgefallen ist den beiden Angestellten des Standesamtes, dass diesmal viele Paare darunter waren, die schon mehrere Jahre zusammen lebten. „Da wird dann an einer Tischhochzeit, bei der auf die standesamtliche Zeremonie und auf Gäste verzichtet wird, ohne Schnörkel das besiegelt, was die Paare schon seit vielen Jahren leben“ , erklärt Andrea Soppa. Bei 75 Trauungen wurde sich ganz traditionell für den Namen des Mannes als gemeinsamer Ehename entschieden. Bei drei Trauungen kam der Familienname der Frau zum Zuge. Für eine getrennte Namensführung wurde sich in sieben Fällen entschieden. Und für einen Doppelnamen entschied sich einer der Ehepartner in insgesamt sieben Fällen. Wie Karin Päthe, Sachbearbeiterin der Meldestelle der Großgemeinde Schenkendöbern verzeichnet, wurden dort 13 Ehen geschlossen. Alle Paare entschieden sich für den Ehenamen des Mannes.
Zudem stellte das Gubener Standesamt vier Ehefähigkeitszeugnisse aus für Paare, die mit der Absicht kamen, im Ausland zu heiraten. Von den 92 Paaren, die sich in Guben das Ja-Wort gaben, waren bei 66 Paaren beide Partner vorab ledig gewesen. Und unter „Auslandsbeteiligung“ , wie Evi Schilling fachsimpelt, waren zehn der Trauungen, was bedeutet, dass hier einer der Partner Ausländer war. „Hierbei war der Anteil der geschlossenen Ehen zwischen Gubenern und Gubinern der größte.“
Mit besonderen Transportmitteln wurden die Standesbeamtinnen in diesem Jahr nicht überrascht, mehrmals vorgefahren sei aber der Cadillac oder die Pferdekutsche. Für Evi Schilling lieferte die beste musikalische Untermalung der Trauung ein Dudelsackspieler. Besonders beeindruckte beide Standesbeamtinnen die Doppelhochzeit von zwei Gubener Brüdern, die ein Gubener Schwesternpaar ehelichten und ein Brautpaar in den 70ern, die eigens aus Cottbus anreisten, um in Guben getraut zu werden.
Den 267 Sterbefällen in Guben standen im vergangenen Jahr 110 Geburten gegenüber. In der Großgemeinde Schenkendöbern mussten im letzten Jahr 37 Sterbefälle beurkundet werden. Dort kamen 22 Kinder auf die Welt. In Guben waren es 63 Jungen und 47 Mädchen, in der Großgemeinde Schenkendöbern je elf Jungen und Mädchen. Dabei sei der Trend zum Doppelnamen erkennbar: „Die Namen Sue-Anne, Celine Michelle oder Antony-Steven zeigen die Affinität der Eltern zu ausländischen Vornamen“ , sagt Andrea Soppa.
„Zu einer Trauung gehört mehr, als den Termin festzulegen und die Trauung zu besprechen“ , betont Andrea Soppa. Deshalb berät sie Paare auch in Fragen rund um ihren großen Tag. Zwei Traum-Trauungstermine gibt es auch in diesem Jahr: der 5. Mai (05. 05. 2005 und Himmelfahrt) und der 20. Mai (20.05.2005). Beide Termine sind restlos ausgebucht.