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Politik
Mahro plädiert für Ausschreibung

Guben. Touristenstützpunkt Deulowitz: Erbbaupachtvertrag oder Teilverkauf sind keine Alternativen.

Eine Ausschreibung für den Verkauf des Touristenstützpunktes in Deulowitz wird immer wahrscheinlicher. Der Sozialausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung der Vorlage der Verwaltung zugestimmt. Letztes Wort haben aber die Stadtverordneten.

„Müssen wir wirklich all unsere Goldstücke versilbern?“, fragt zunächst Thomas Schreiter als sachkundiger Einwohner der FDP-Fraktion. Er könne sich auch vorstellen, dem aktuellen Betreiber einen Erb­baupacht-Vertrag anzubieten. Schließlich habe dieser bisher gute Arbeit geleistet.

Den Verkauf der Hälfte des knapp 1,6 Hektar großen Areals schlägt Frank Nedoma, sachkundiger Einwohner der Linken, vor. Der dabei erzielte Erlös könne anschließend für die Aufwertung des Objektes genutzt werden. Für die dringend notwendige Sanierung werden rund 120 000 Euro benötigt. Einer Teilung des Grundstückes steht Baufachbereichsleiter Sven Rogosky kritisch gegenüber. Er befürchtet, dass dadurch das Konzept des Vereins infrage gestellt werde. Die Ferieninitiative Grenzenlos, die den Touristenstützpunkt betreibt, setzt ganz bewusst auf offene Projekte wie das grüne Klassenzimmer oder den Naturlehrpfad.

An einem Erbbaupachtvertrag habe der Verein kein Interesse, erklärt der amtierende Bürgermeister Fred Mahro. Er wirbt für die Ausschreibung. Sollte diese erfolglos verlaufen, könne der Vertrag mit dem  Betreiber immer noch verlängert werden. Allerdings muss dann die Stadt die Kosten der Sanierung tragen.

(sha)