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Torhaus-Umbau soll Anfang 2016 starten

Den aktuellen Sanierungsplänen zum denkmalgeschützten Pförtnerhaus muss auch noch die Kreisdenkmalschutzbehörde zustimmen.
Den aktuellen Sanierungsplänen zum denkmalgeschützten Pförtnerhaus muss auch noch die Kreisdenkmalschutzbehörde zustimmen. FOTO: bes
Guben. Der Umbau des ge schichts trächtigen Torhauses am Gubener Dreieck soll im kommenden Frühjahr starten. Das bestätigte der Eigentümer Rene Kirchhofer am gestrigen Montag auf Nachfrage. bes

"Die Finanzierung steht und auch die Pläne wurden nochmals überarbeitet", erklärt der Gubener Investor. Mit deren Umsetzung sei das hiesige Ingenieurbüro Bärmann + Partner betraut. Das in die Jahre gekommene Jugendstilrelikt an der Berliner Straße soll nach seiner Wiederbelebung künftig Platz für Restaurantgäste und Rechtsanwälte bieten.

Die Stadtverwaltung hat sich kürzlich mit Kirchhofer zu den aktuellen Entwürfen verständigt. Dazu gab es einen Vor-Ort-Termin am Pförtnerhaus - das als Teil einer malerischen Fabrikantenvilla erhalten blieb. "Die vorgelegten Pläne gestalten die Funktionsweise dieser Einrichtung optimal und sind auch aus städteplanerischer Sicht gelungener als die Vorversionen", informiert Gubens amtierender Bürgermeister Fred Mahro. Erst im jüngsten Hauptausschuss hatte er Gerüchte um ein vermeintliches Scheitern des Vorhabens dementiert.

Im Rathaus wird derzeit ebenfalls von einem Baustart Anfang 2016 ausgegangen. "Mit der Antragstellung der Baugenehmigung bei der Unteren Denkmalschutzbehörde ist in diesem Sommer zu rechnen", erklärt Stadtsprecherin Susann Winter. Die Kreisdenkmalschutzbehörde selbst kündigte an, sich heute zum aktuellen Sachstand zu äußern. In der Vergangenheit hatte die Spree-Neiße-Verwaltung den Stellenwert des Gubener Jugendstil-Baus betont.

Zu den Finanzierungsplänen soll zudem noch im Stadtparlament abgestimmt werden. Fördergeld für die Sanierung könnte es über das Programm Aktives Stadtzentrum (ASZ) geben. Die Gesamtkosten für das Projekt werden derzeit auf rund 800 000 Euro geschätzt.