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Teilnehmerrekord beim Zampern in Kaltenborn

So viele Zamperer wie noch nie haben sich im Gubener Ortsteil Kaltenborn an diesem Wochenende getroffen.
So viele Zamperer wie noch nie haben sich im Gubener Ortsteil Kaltenborn an diesem Wochenende getroffen. FOTO: Ute Richter
Guben. 92 Kaltenborner haben am Samstag in tollen Kostümen bei Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen den Gubener Stadtteil unsicher gemacht. Nach dem Wiederbeleben der alten Tradition vor neun Jahren, wo die Zampergesellschaft noch aus 30 Leuten bestand, hat sich die Zahl der Einwohner, die sich am Zampern beteiligen, stetig vergrößert. Utr1

"So viele Teilnehmer an unserer Zamperrunde hatten wir noch nie. Das ist echt unglaublich", sagt Werner Soyke, Chef des Bürgervereins. Mit Kind und Kegel und kleinen Bollerwagen sind die Kaltenborner am Samstag traditionell von Haus zu Haus gezogen und haben Eier, Speck und Geld für das Eierkuchenessen in zwei Wochen eingesammelt.

Und auch die Kaltenborner, die nicht mit den Jecken unterwegs sind, sondern diese auf ihren Gehöften verköstigen, stieg stetig an. "Die Leute geben sich richtig Mühe, uns mit Tee oder Kaffee, mit jeder Menge kulinarischer Köstlichkeiten, aber auch mit Bier und Hochprozentigem, zu versorgen", sagt Soyke. Und das brauchte die Zampervolk auch, denn sie alle hatten eine lange Strecke zurückzulegen. Bezampert werden neben dem eigentlichen Ort Kaltenborn auch Straßen und Wege der alten Gemarkung. Die reicht über ganz Kaltenborn, die Kuckucksaue, die neue Siedlung an der Kaltenborner Straße bis hin zur Einfahrt zum Sportzentrum. Das kann schon mal bis in den Abend hinein dauern, bis alle Häuser abgezampert sind. Mit von der Partie sind beim Umzug ebenfalls traditionell die Musikanten um Rainer Hering.

In zwei Wochen sehen sich alle im Krähenbusch beim Eierkuchenessen sowie beim Fastnachtstanz wieder.