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Tal auf dem Teller

Das Schlaubetal lockt nicht nur mit einer großartigen Landschaft, sondern auch mit kulinarischen Köstlichkeiten.
Das Schlaubetal lockt nicht nur mit einer großartigen Landschaft, sondern auch mit kulinarischen Köstlichkeiten. FOTO: ARCHIVFOTO: PATRICK PLEUL/ZB-FUNKREGIO OST
Guben/Schenkendöbern. Fleisch? Oder doch lieber Fisch? Edles Zwiebelchutney oder bodenständigen Rotkohl? Neuzeller Bier oder doch lieber eine alkoholfreie Cola? Während andere regionale Gerichte im ganzen Land nach strengen Traditionsvorgaben auf dem Teller landen, ist der Schlaubetal-Teller mittlerweile im 16. Jahr eine kulinarische Überraschungstüte. Daniel Schauff

Bestellt der Gast ihn in Neuzelle in der Klosterklause, gibt's Braumeistersteak mit Kartoffelrösti, in Eisenhüttenstadt im Bollwerk 4 gibt's Jungschweinbraten mit Preiselbeer-Spitzkohl, in der Karpfenschenke am Pinnower See kommt Forellenfilet und Saisongemüse auf den Teller, im Dorfkrug in Kerkwitz gibt's Schnitzel.

Gemeinsamkeiten gibt es bei allen Unterschieden zwischen den Schlaubetal-Tellern bei den insgesamt 19 Anbietern in diesem Jahr rund um das Schlaubetal trotzdem. Der Preis liegt bei allen Gerichten irgendwo zwischen zwölf und 15 Euro, selbst für ein sonst kostenintensiveres Fischgericht. Außerdem kommen die Zutaten aus der Region rund um den Naturpark.

Das Ziel, das die Naturparkverwaltung vor 16 Jahren mit den Schlaubetal-Teller verfolgen wollte, ist die Steigerung des Bekanntheitsgrades des östlichen Naturparks Brandenburgs. Im 21. Jahr seines Bestehens gilt das Schlaubetal insbesondere bei Wandertouristen als beliebtes Ausflugsziel. Zahlreiche Gasthäuser im Naturparkgebiet und an dessen Rand verköstigen vor allem in der Hochsaison Hunderte hungrige Wanderer. Mit dem Schlaubetal-Teller bekommen die Gäste das, was die Region zu bieten hat. Die Förderung nachhaltigen Wirtschaftens und die Stärkung des naturverträglichen Tourismus gelten als Hauptziele des Naturparks zwischen Müllrose und Drewitz. Regionale Produkte auch in den angrenzenden Gasthäusern anzubieten, sei ein "leckeres Beispiel" dafür, so die Naturparkverwaltung.

Der Plan der RUNDSCHAU, wenige Tage nach der offiziellen Vorstellung des Schlaubetal-Tellers 2017 in Neuzelle das regionale Gericht bei einem der Gubener und Schenkendöberner Anbieter zu testen, ist nicht aufgegangen. In der Pinnower Karpfenschänke bleibt die Küche noch bis Mitte März dicht wegen Umbaus, im Berghotel in Bresinchen stand der Schlaubetal-Teller vor Beginn der Saison noch nicht auf der Karte, den Dorfkrug in Kerkwitz hatte die RUNDSCHAU erst vor Kurzem besucht, um über einen vorherigen Schlaubetal-Teller zu berichten.

Bis zum Start der Wandersaison aber dauert es auch noch ein wenig.

Zum Thema:
Guben: Bergschänke im Berghotel Bresinchen Schenkendöbern: Karpfenschänke Pinnow, Dorfkrug KerkwitzMüllrose: Seeblick, KatharinenseeGroß Lindow: PreussenstubenEisenhüttenstadt: Gasthof zur Sonne, Rose, Deutsches Haus, AktivistNeuzelle: Klosterklause, Hotel Prinz Albrecht, Klosterhotel, Bierbad-Hotel Kummerower Hof, Gasthof Köhler, Waldsee Hotel Wirchensee, Schloss BomsdorfFriedland: BurgschänkeBeeskow: SpreebrückeInformationen rund um das Schlaubetal gibt es unter anderem in der Touristinformation Guben in der Frankfurter Straße oder im Internet unter www.schlaubetal-naturpark.de