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Tagebaugegner feiern mit Unterstützern

Atterwasch, Grabko, Kerkwitz. In Atterwasch, Grabko und Kerkwitz ist die Erleichterung groß. Dass ihre Dörfer nun doch nicht dem Tagebau zum Opfer fallen sollen, war am Samstag Anlass für ein Fest. Zu Ende ist der Protest aber noch nicht. bob

Dort, wo sonst die jährlichen Sternmärsche gegen den drohenden Tagebau Jänschwalde-Nord starteten, wurde am Samstag mit einem Festzelt gefeiert. Die Bewohner der bis vor kurzem von Abbaggerung bedrohten Dörfer Atterwasch, Grabko und Kerkwitz wollten sich auf der Wiese am "Alten Schafstall" bei ihren Unterstützern. Rund 250 Menschen nahmen an dem Fest teil.

"Wir möchten uns bei allen bedanken, die uns in zehn Jahren Widerstand unterstützt und begleitet haben", erklärte Monika Schulz-Höpfner (CDU), eine der Organisatorinnen. Der Blick gehe aber auch nach vorne: "Natürlich unterstützen wir weiter unsere polnischen Nachbarn, die noch für ein endgültiges Aus zum geplanten Tagebau Gubin kämpfen müssen. Auch in Deutschland sollten neue Tagebaue endlich verbindlich ausgeschlossen werden."

"Die Diskussion über die Braunkohle ist noch lange nicht am Ende", sagte die Lausitzer Landtagsabgeordnete Heide Schinowsky (Grüne) aus Jänschwalde: "In Potsdam versucht die SPD gerade mit allen Mitteln, die Braunkohleverstromung künstlich am Leben zu erhalten. Nun sollen sogar die Klimaziele des Landes abgesenkt werden, um den Weg für die Abbaggerung von Proschim und Teile von Welzow frei zu machen."