Zum traditionellen Apfeltag haben am Samstag die Stadt Guben, der Verein Pro Guben, der Marketing- und Tourismusverein sowie die Pomologische Gesellschaft auf den Wilkeplatz eingeladen. Viele Besucher nutzten am Samstag die Möglichkeit, ihre im heimischen Garten stehenden Apfelbäume bestimmen zu lassen. So konnten Früchte abgegeben werden, die dann an ein Müncheberger Institut geschickt werden. So wie Christiane Fritzschka, Leiterin der "Herberge zur Heimat", die noch drei unbestimmte Apfelbäume auf dem Gelände des Seniorenheimes hat. Nach etwa sechs bis acht Wochen erhält der Besitzer ein Protokoll der Untersuchung sowie eine Urkunde. Vor allem junge Familien, die Haus oder Garten neu angeschafft haben, wollten ihre Apfelbäume bestimmt haben.

1200 bestimmte Apfelsorten gibt es derzeit in Guben und Umgebung. Doch das Bestehen des Institutes in Müncheberg scheint gefährdet und so beteiligten sich am Apfeltag die Gubener mit einer Unterschriftenliste für den Erhalt.

Pilzberater René Schumacher aus Fürstenwalde machte hingegen auf Gefahren beim Pilzesuchen aufmerksam und beriet über genießbare sowie giftige Pilzsorten. Auf die ihm häufig gestellte Frage, nach dem Genießen des Grünlings, den nicht nur die Gubener gern suchen gehen, antwortete er: "Es gab in Frankreich schon Vergiftungen, die auf diesen Pilz zurückzuführen sind. Er darf nicht als Speisepilz freigegeben werden und deshalb sollte man ihn auch nicht essen."

Zwei Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung hatten auf langen Tischen 75 Apfelsorten aufgebaut. "Wir haben dieses Mal fast ein Viertel weniger Apfelsorten, denn wir haben festgestellt, dass die Auswahl für die Leute viel zu groß war", sagte Sabine Kopischke. Jeder konnte probieren und als besonders schmackhaft erwies sich der Apfel "Pirol".

Scharfes Werkzeug brauchte am Samstag Baumschulmeister Detlef Schulze und sein polnischer Kollege Edward Dobrochlop. Sie konnten sich vor Anfragen zu Baumschnitt und Veredlung von Bäumen kaum retten.

Großen Anklang fand der Kürbisschnitzwettbewerb mit Floristin Angela Hammel. 13 Kinder und Jugendliche versuchten sich an zehn Kürbissen. Herausgekommen sind echte Schmuckstücke, die sich wahrlich sehen lassen konnten. Als Jury standen die CDU-Landtagsabgeordnete Monika Schulz-Höpfner und Dr. Jan Voss aus Berlin parat.

Der 13-jährige Moritz Jedeck konnte sich dabei über den ersten Preis in der Einzelwertung freuen. Für die Familienarbeit erhielt Lea Krenkel den ersten Preis. "Es ist einfach toll zu sehen, wie hier alle Hand in Hand miteinander arbeiten", freute sich Irmgard Schneider von Pro Guben.

Die Stadt Guben hatte ihre Ausstellungsräume zur Verfügung gestellt. Pro Guben bot Äpfel zur Verkostung und zum Mitnehmen an.

Lydia Lindow vom Zippel bastelte mit den Kindern Lampions. Mit einem Feuerwerk und Lampionumzug ging der siebente Apfeltag zu Ende.