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Streit um Kita-Plätze: Amtierender Bürgermeister fordert Aufklärung

Guben. Im Streit um die Platzkapazität in der Gubener Kita Waldhaus erwartet der amtierende Bürgermeister Fred Mahro jetzt Aufklärung durch den Landrat. Ein Termin mit Harald Altekrüger (CDU) sei für Mitte April vereinbart. sha

Darüber informiert Mahro den Haushaltsausschuss.

"Wenn ich der Argumentation des Landkreises folge, haben wir vier Jahr lang eine Kita finanziert, die es im Bedarfsplan gar nicht gibt", betont Mahro. Hintergrund ist ein Streit um die Plätze im Waldhaus. Die Kita läuft seit Anfang des Jahres unter dem Dach des DRK-Kreisverbandes Niederlausitz. Das Haus der Familie (HdF) als bisheriger Träger hat nach neuesten Erkenntnissen aber nur 65 der insgesamt 85 genehmigten Plätze zurückgegeben. Die restlichen 20 beansprucht es für eine neue Kleinstkita am HdF-Stammhaus.

Damit ist das neue HdF-Angebot automatisch im Bedarfsplan des Landkreises Spree-Neiße, und die Stadt Guben muss die Betriebskosten für die Einrichtung übernehmen. "Das ist unser Part", so Mahro. Allerdings sei das so mit der Stadt nicht abgestimmt worden. Die neue Kita wird auch als Konkurrenz für die bereits vor Ort tätigen Betreuungseinrichtungen angesehen, in denen die Auslastung mitunter nur bei 80 Prozent liegt.