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| 01:09 Uhr

Stolz auf Gubener Traditionen wecken

Guben/Atterwasch.. Die Pomologische Gesellschaft zu Guben e. V. wurde gestern notariell eingetragen. Bei der Vorstandswahl im Dezember waren Pfarrer Matthias Berndt (Foto) aus Atterwasch als Präsident sowie die Gubener Günter Quiel und Uwe Schulz als Vizepräsidenten gewählt worden. B. Remus


Für Berndt ist das neue Ehrenamt genau richtig, um sich außerhalb seines beruflichen Alltags zu engagieren. Früher waren das die „Atterwascher Blasmusikanten“ . Mit Gartenkultur ist der gebürtige Berliner groß geworden. „Wir hatten damals im Schrebergarten alles, was traditionell hineingehört. Und als ich vor 30 Jahren nach Atterwasch kam, war ich froh, dort auch einen Garten zu haben. Der ist allerdings einen Hektar groß“ , merkt der 56-Jährige an. Aber die Gartenbewirtschaftung, eingeschlossen den Baumverschnitt, betreiben er und seine Frau rein hobbymäßig. „Deshalb freue ich mich, dass wir in der Pomologischen Gesellschaft Leute haben, die Profis sind“ , merkt der Präsident an. Er selbst freut sich auf die Vorbereitung des Spillingsmarktes und des 2. Gubener Apfeltages, die gemeinsam mit dem Verband der Gartenfreunde Guben und Umgebung e. V. stattfinden (die RUNDSCHAU berichtete). Mit beiden soll das Bewusstsein der Gubener Bürger gestärkt werden, dass es in der Stadt Traditionen gibt, auf die sie stolz sein können. Vor allem an Volksfeste zur Baumblüte und an Gartenfeste im Sommer denkt Matthias Berndt. Alte Gubener Apfelsorten, wie die Warraschke, und den Spilling zu erforschen, zu vermarkten und so zu einem Attraktivitätsfaktor für die Stadt werden zu lassen, hat der Präsident im Sinn. Berndt stellt sich vor, dass sich der Kreis von der Blüte, über Ernte, pressen, Verarbeitung zu Saft oder Wein und Vermarktung - speziell auf den Apfel bezogen - in Guben schließen könnte.
Bestreben der Pomologischen Gesellschaft und ihres Präsidenten ist es auch, die ganze Stadt in die Vereinsarbeit einzubeziehen. „Alle, die sich mit Garten- und mit Obstbau beschäftigen, sollten an einem Strang ziehen“ , sagt Matthias Berndt. Er selbst habe die Gubener Traditionen kennen und schätzen gelernt.