Ein Nachbar will ihn noch am Sonntagmorgen, als er von der Nachtschicht kam, leuchten gesehen haben. Pfarrer Matthias Berndt stellte am Sonntagabend fest, dass der Hauseingang dunkel blieb.
Zunächst vermuteten die Berndts noch, dass der Wind das aus Bambusstäben bestehende Geflecht abgerissen und in der Umgebung verstreut haben könnte. Aber die Suche in der Umgebung blieb ergebnislos.
Annette Berndt stimmte der offensichtliche Diebstahl besonders traurig. Denn sie selbst hatte den Stern, dessen Bambusstäbe mit einer Lichterkette umwickelt waren, vor sechs Jahren angefertigt, als sie in einer tiefen gesundheitlichen Krise steckte. Und sie weiß, dass das Licht des Bambus-Sterns nicht nur ihr und ihrer Familie, sondern auch Dorfbewohnern Freude schenkte.
Matthias Berndt äußerte etwas schmunzelnd die Hoffnung, dass der gestohlene Stern den Dieben den Weg nach Atterwasch zurückweist, so, wie einst der Stern von Bethlehem die Hirten zum Kind in der Wiege führte.