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Stau live und in Farbe

Günter Fischer aus Gastrose-Kerkwitz erlebte den jüngsten Lkw-Stau am Wochenende: Es ist nicht nur belastend, es ist eine ausgesprochene Schweinerei, wenn man die Situation mal ganz nüchtern betrachtet und die zwischenzeitlich üblichen Regelungen zur angeblichen

Unfallverhinderung beachtet. Die B 112 nach Guben ist wieder einmal dicht, denn der Grenzstau am Grenzübergang Gubinek ergab die Pflicht.
In Groß Gastrose wird jeder, der aus Richtung Forst einfährt, mit der Straßensperrung konfrontiert und muss entsprechend den aufgestellten Zeichen über Schenkendöbern nach Guben ausweichen.
Für die Gastroser, die aus der Dorfstraße nach Guben fahren wollen, beginnt es trotzdem noch zu rollen, denn es gibt keinen Hinweis am Ortsausgang bezüglich eines Staus. In Klein Gastrose macht man sie dann schlau, gesperrt für Fahrzeuge aller Art ist dann die Entscheidung, die man sieht.
Das heißt, zwei Kilometer zusätzlich hin und zwei Kilometer zurück, also schon plus vier Kilometer und nochmals neun Kilometer zusätzlich bis Schenkendöbern. Bis zur Stadtmitte nach Guben kommt dann die gleiche Kilometer-Zahl wie von Groß Gastrose dazu. Es sind also 13 Kilometer mehr und das in der Woche drei- bis viermal. Es wird keiner gefragt nach der Finanzierung der zusätzlichen Kosten. Sicherlich werden die Politiker es begründen mit der EU-Erweiterung nach dem Osten.
Noch schlechter sind die Kerkwitzer dran. Da gibt es auch kein Hinweisschild beziehungsweise eine Sperrung. Sie fahren erst bis nach Groß Gastrose und erfahren dann: Alles tote Hose. Also wieder zurück und über Schenkendöbern der neue Versuch zum Glück.
Trotz aller Eingaben und Beschwerden gibt es bisher keine Lösung durch die Behörden. Es kommt noch schlimmer, wenn man Berichten von „Antenne Brandenburg“ folgt, denn der Bundesgrenzschutz hat in den letzten Tagen auf den Ausweich auf den Grenzübergang Gubinek orientiert, er wäre nicht so stark wie Forst und Frankfurt frequentiert.
In der Hoffnung, dass nicht alles bei allen zuständigen Verantwortlichen vorbei geht, verbleibe ich als ein sachlicher Darsteller der Situation und ein Optimist.