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Stasi-Vergangenheit von Bürgermeister Hübner bestätigt

Gubens Bürgermeister Klaus-Dieter Hübner (FDP)
Gubens Bürgermeister Klaus-Dieter Hübner (FDP) FOTO: FOTO-Werner
Guben. Unter den Gubener Stadtverordneten gibt es offenbar zwei, die mit dem Staatssicherheitsdienst der DDR inoffiziell zusammengearbeitet haben. Das wurde nach RUNDSCHAU-Informationen am Mittwochabend in einer nicht öffentlichen Sitzung des Stadtrates als Ergebnis der Überprüfung aller Abgeordneten bekannt. sim

Einer davon ist der suspendierte Bürgermeister Klaus-Dieter Hübner (FDP). Bei vorangegangenen Überprüfungen in den 90-er Jahren und 2004 war bereits festgestellt worden, dass Hübner in seiner Wehrdienstzeit bei den Grenztruppen als inoffizieller Mitarbeiter (IM) dem DDR-Geheimdienst Berichte über Kameraden geliefert hat.

Es soll mehr als 20 Treffen von Hübner mit seinem Führungsoffizier und auch eine Prämie für ihn gegeben haben.

Bei dem zweiten Abgeordneten handelt es sich nach RUNDSCHAU-Recherchen um ein Mitglied der Fraktion der Linken, das gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen war. Die Zusammenarbeit dieses Abgeordneten mit dem DDR-Geheimdienst soll ebenfalls während des Wehrdienstes Ende der 80er-Jahre stattgefunden haben.

Die Gubener Abgeordneten einigten sich am Mittwochabend darauf, das Ergebnis der Stasiüberprüfung in Kürze zu veröffentlichen.