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| 12:20 Uhr

Interview mit Marianne Noak
Stadtwette stört Kita-Auftritt

Die Kinder tanzten weiter.
Die Kinder tanzten weiter. FOTO: Marianne Noak
Guben. Leiterin der Kita Regenbogen in Guben kritisiert laute Musik und Ansagen.

Sie als Leiterin der Kita Regenbogen sind mit dem Frühlingsfest unzufrieden. Was war los?

Noak Ich kann mich nur zum Freitag äußern. In dem Moment, wo unsere Kinder gemeinsam mit den polnischen Kindern begonnen haben, auf der Bühne ihre lange eingeübten Tänze zu zeigen, war auch der Wetteinsatz des Bürgermeisters, das Riesenrad mit 192 Leute zu besetzen, erfüllt. Vom Riesenrad, was sich unmittelbar hinter der Bühne befand, drang sehr laute Musik. Die Ansagen des Betreibers übertönten alle anderen Klänge.

Wie reagierten Kinder und Eltern?

Noak Unsere Kinder reagierten sehr gut, sie tanzten auch ohne hörbare Musik weiter. Die Eltern waren empört, da hier den Kindern nicht die Aufmerksamkeit zuteil wurde und sie das als unhöflich empfangen.

Wer trägt die Schuld?

Noak Fakt ist, dass die Wette des Bürgermeisters ebenso geplant war wie der Auftritt der Kita Regenbogen zu genau derselben Zeit.

Wie kann es in Zukunft besser laufen?

Noak Ich möchte hier niemandem eine Absicht unterstellen, sondern anregen, es beim nächsten Fest besser zu planen. Der Tag wurde auch als Tag der Gubener und Gubiner Kinder bezeichnet, jedoch traten die Kinder nicht gemischt, sondern in zeitlichen Abständen zueinander auf, sodass die Zuschauerzahl auf die jeweils anwesenden Eltern beschränkt blieb.

Mit Marianne Noak
sprach Silke Halpick